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Tageslosung 27.8.2025

© Jens Bielinski-Gärtner
Denn, wen der HERR liebt, den weist er zurecht, und hat doch Wohlgefallen an ihm wie ein Vater am Sohn.
Sprüche 3,12

Im Urlaub haben wir mehrfach erlebt, wie Kinder ihre eigenen Eltern terrorisiert haben. Im Restaurant wurden Blumenkübel umgeworfen, Pflanzen ausgerissen – die Mitarbeitenden konnten dann den Dreck selber wegmachen. In der Ferienwohnung ignorierte ein Kind völlig die Anweisungen der Eltern, ohne dass dies jemals irgendeine Konsequenz gehabt hätte. Die Kinder schrien sozusagen nach einer Grenze, die ihnen die Eltern setzen sollten. Aber diese Grenze kam nicht. Wir haben dann überlegt, wie diese Kinder wohl in der Schule und im Leben zurechtkommen würden. Auf jeden Fall hatten wir den Eindruck, dass die Eltern mit der grenzenlosen Freiheit ihren Kindern keinen Gefallen getan haben.

Das wusste schon der Schreiber des Buches der Sprüche. Ein Vater, so meint es, muss seinen Sohn zurechtweisen, wenn er auf falschen Wegen läuft. Genauso wie auch Gott es macht bei den Menschen. Er weist sie zurecht. Wichtig aber ist der Beweggrund, warum Gott dies tut. Er tut es, weil er den Menschen liebt.

Es gehört zu jedem Leben dazu, dass Menschen falsche Wege einschlagen. Man hat andere Vorstellungen oder Wünsche, neue Ziele tun sich auf, man ist mit sich und der Welt unzufrieden. Es gibt viele Gründe, sich verändern zu wollen. Gute Gründe. Und doch geht es dann manchmal in die falsche Richtung. Und wer dies schon einmal erlebt hat, der oder die weiß, wie schwierig es sein kann, falsche Entscheidungen zu treffen. Da ist es gut, wenn jemand nachfragt bzw. zurechtweist.

Damit wird viel Leid erspart, viel unnötige Vergeudung von Kraft vermieden, viele Verletzungen, die gar nicht erst stattfinden.

Guter Vater!

Danke, dass du mir hilfst, falsche Wege zu erkennen. Amen.

 

Versprochen

„Ein Vogel macht viel Arbeit", sagt die Mutter. „Ich werde ihm immer frisches Wasser geben, seinen Futtertrog füllen und regelmäßig den Käfig reinigen. Bestimmt!", verspricht Verena. Der Vater ist skeptisch.

„Ein Tier braucht Zuwendung und Pflege", meint er, „Tag für Tag."

„Ich werde mich liebevoll um ihn kümmern", gelobt Verena. „Wir werden es sehen", meint die Mutter ein wenig skeptisch. „Dann bekomme ich also zum Geburtstag einen Vogel?", fragt Verena erwartungsvoll.

„Aber wir suchen ihn aus", bestimmt Vater, „eine kleine Überraschung muss bleiben."

Am Geburtstagsmorgen steht auf dem Küchentisch der Käfig, in dem ein blaugrüner Wellensittich piepst. „Ist der schön!", jubelt Verena.

Sie hängt einen kleinen Spiegel, ein helles Glöckchen und eine hölzerne Schaukel hinein. Diese Dinge hat sie schon tags zuvor besorgt. Auch den Wetzstein für das Schnäbelchen hat sie nicht vergessen.

In den nächsten Wochen verbringt Verena viel Zeit mit ihrem Wellensittich. Nachmittags lässt sie ihren Hansi, so hat sie ihn genannt, durch das Zimmer fliegen. Mit der Zeit wird er immer zutraulicher. Erst hockt er sich nur auf ihre Schulter, dann kann Verena ihn sogar auf dem Finger aus dem Käfig nehmen. Später gibt er sogar Küsschen. Verena versucht ihm das Sprechen beizubringen. Aber das gelingt nicht. Der kleine Hansi hat immer frisches Wasser, ausreichend Futter und der Käfig ist stets sauber. Manchmal steckt Verena auch einen Hirsekolben zwischen die Gitterstäbe.

Im Laufe der Zeit aber vergisst sie hin und wieder, Wasser nachzugießen oder Futter aufzufüllen. Erst kommt das selten vor, dann öfter und öfter. „Du vernachlässigst deinen Vogel", mahnt die Mutter, „denk an dein Versprechen!" „Ich musste in der letzten Zeit so viele Schularbeiten machen", entschuldigt sich Verena, „dann war ich zu Annas Geburtstag eingeladen und die Musikschule konnte ich auch nicht ausfallen lassen."

„Das wusstest du vorher", protestiert der Vater energisch. Verena gelobt Besserung. Sie will sich wieder mehr um ihren Hansi kümmern.

Aber sie hält ihr Versprechen nicht und so muss das kleine Vögelchen oft hungern und dürsten. Es sitzt traurig auf seiner Stange. Verena dagegen ist dauernd unterwegs, unternimmt viel, ist glücklich und vergnügt. Böse wird sie nur, als sie bemerkt, dass die Mutter ihr Zimmer vernachlässigt. Seit Tagen ist nicht mehr gesaugt worden, auf den Bücherregalen liegt Staub und Verenas saubere Wäsche wird knapp. „Mutti", ruft sie ärgerlich, „ich habe kein reines T-Shirt mehr." „Entschuldigung", sagt die Mutter, „ich habe vergessen, deine Wäsche zu waschen. Aber morgen ist bestimmt alles fertig." Aber als Verena am nächsten Tag von der Schule nach Hause kommt, ist die Wäsche wieder nicht gewaschen; schlimmer noch, es gibt auch kein Mittagessen.

„Du musst entschuldigen", sagt die Mutter, „aber die Nachbarin hat mich so lange aufgehalten. Sie hatte so viel zu erzählen." „Was schert mich die Nachbarin", schreit Verena wütend, „ich habe Hunger!"

„Du kannst wenigstens schreien", sagt die Mutter, „andere können trotz ihrer Not nur singen."

 

 

Hier sind alte Andachten zu finden:

https://evangelisch-neuss-sued.de/gottesdienste/beten-zuhause

Info

Veröffentlicht am26. August 2025

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Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

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