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Tageslosung 9.6.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Jakob zog seinen Weg. Und es begegneten ihm die Engel Gottes.
1. Mose 32,2

Jakob und Esau waren sehr unterschiedliche Brüder. Sie waren vom Charakter her unterschiedlich und auch von ihren Berufen. Aber Jakob war der Liebling seiner Mutter und die half ihm, seinen Bruder Esau zu bestehlen. Und so stiehlt Jakob seinem Bruder das Erstgeburtsrecht, das Erbe und den Segen des Vaters. Und dann machte er, dass er davonkam, damit ihn die Wut des Bruders nicht traf.

Und was schleppen wir alles für Lasten mit uns rum? Welche Fehler und Gemeinheiten haben wir in unserem Leben schon angestellt? Wen haben wir übervorteilt, gegen wen uns ungerecht verhalten? Wenn ich in mein Leben blicke, dann kommt da eine ganze Menge zusammen. Wenn man nicht ab und zu aufräumen würde in seinem Leben, dann würde man irgendwann in seinen eigenen Schlechtigkeitsbergen versacken.

So ging es auch Jakob. Er beschloss, seinen Bruder zu suchen, um mit ihm Frieden zu schließen. Aber er war extrem unsicher, ob dieser sich überhaupt versöhnen wollte. So zog er mit bangem Herzen los.

Doch dann begegnen ihm die Engel Gottes auf seinem Weg. Zwar hatte er immer noch große Angst vor dem Treffen mit seinem Bruder, doch er wusste jetzt eines: Ich bin nicht alleine. Gott ist an meiner Seite.

Vielleicht gibt es auch in deinem / Ihren Leben Dinge aufzuräumen und sauber zu machen. Dann soll auch dir / Ihnen gesagt sein: Wenn du auf dem Weg der Versöhnung bist, dann ist Gott an deiner Seite. Das ist keine Garantie für das Gelingen. Aber es ist die starke Kraft Gottes, die Mut macht zum Weitergehen. Eine herzliche Einladung, diesen Weg mit Gott an der Seite auszuprobieren. Es kann dadurch eigentlich nur besser werden.

Guter Vater!

Sei du bitte auch an meiner Seite. Amen.

Mit Gott mein Leben reinigen

Lukas hatte die Osterferien genutzt, um sein Zimmer aufzuräumen. Überall lagen alte Hefte, kaputte Stifte und Dinge, die er längst nicht mehr brauchte. Als er fertig war, sah alles sauber und ordentlich aus. Er war stolz auf seine Arbeit.

Am Abend setzte er sich auf sein Bett und dachte nach. Obwohl sein Zimmer nun aufgeräumt war, fühlte er sich innerlich nicht genauso frei. In den letzten Wochen hatte er oft gelogen, um Ärger zu vermeiden, und sich mit einem Freund gestritten. Das belastete ihn.

Sein Blick fiel auf seine Bibel. Er schlug sie auf und las: „Erschaffe in mir ein reines Herz, Gott.“ Diese Worte gingen ihm nicht mehr aus dem Kopf.

Lukas begann zu beten: „Gott, ich kann mein Zimmer selbst reinigen, aber mein Herz schaffe ich nicht allein. Bitte hilf mir, ehrlich zu sein und das Gute zu tun.“

Am nächsten Tag rief er seinen Freund an und entschuldigte sich für den Streit. Außerdem sagte er seinen Eltern die Wahrheit über einen Fehler, den er bisher verschwiegen hatte. Es kostete ihn Mut, doch danach fühlte er sich erleichtert.

Da verstand Lukas etwas Wichtiges: Sein Leben zu reinigen bedeutete nicht, perfekt zu werden. Es bedeutete, Gott die schmutzigen Ecken seines Herzens zu zeigen und ihm zu vertrauen. Wie frische Luft durch ein geöffnetes Fenster kam neuer Frieden in sein Leben.

Seitdem erinnerte Lukas sich immer wieder daran: Mit Gottes Hilfe kann nicht nur ein Zimmer, sondern auch das Herz neu und sauber werden.

 

Info

Veröffentlicht am8. Juni 2026

In den Neuigkeiten vonTageslosung

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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