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Tageslosung 9.4.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Überlege, bevor du Gott etwas sagst. Sprich nicht alle Gedanken aus, die dir kommen. Denn Gott ist im Himmel und du bist auf der Erde; darum rede nicht mehr als nötig.
Prediger 5,1

Zur Erklärung heißt es wenige Zeilen weiter: „Wenn du Gott etwas versprochen hast, dann erfülle dein Gelübde so schnell wie möglich. Leichtfertige Leute, die ihr Versprechen nicht halten, kann Gott nicht ausstehen. Keine Versprechungen machen ist besser als etwas versprechen und es dann nicht halten.“

Tja, mit den Versprechen ist das wirklich eine besondere Sache. Wer etwas verspricht erweckt damit Erwartungen und Hoffnungen. Wer etwas dann nicht einlöst, der enttäuscht Erwartungen und Hoffnungen. In der Schule ist das immer mal wieder Thema. Auf meine Frage, ob die Kinder gebrochene Versprechen kennen, meldete sich ein Junge und sagte: „Ja, wenn mein Vater verspricht, mich am Wochenende zu sich zu holen und dann doch absagt. Das finde ich gemein.“ Und ein Mitschüler ergänzt „Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen.“

Ich bin inzwischen sehr vorsichtig mit Versprechungen, denn die Erfahrung lehrt, dass das Leben immer wieder dazwischen kommt. Manchmal kann man selbst beim besten Willen Versprechen nicht einhalten. Außerdem haben manchmal Versprechen auch etwas von vertrösten. „Ja, ja ich komme bestimmt vorbei.“ Und mit der Aussicht auf zukünftige Treffen, meint man dann schneller gehen zu können.

Einfach ehrlich sein, den Mitmenschen und Gott gegenüber. Und zum Beispiel kann man auch sagen. „Das ist mir wichtig. Ich möchte es sehr gerne machen. Aber ich kann es nicht zu 100 % versprechen.“ Dann fühlt der oder die andere sich ernst genommen.

Guter Vater!

Hilf mir, Menschen und dich nicht zu enttäuschen. Amen.

 

Das Versprechen (Diethelm Reiner Kaminski)

„Wir wollten doch schon so lange mit der Seilbahn über den Rhein fahren. Du hast es mir fest versprochen. Immer hast du es verschoben. Heute haben wir beide frei. Das Wetter ist toll. Könnten wir nicht heute …?“, erinnerte Janine ihren Vater zum wiederholten Male an ein uraltes Versprechen.

Der druckste herum: „Muss das ausgerechnet heute sein? Die Seilbahn läuft uns doch nicht davon. Die Saison hat gerade begonnen. Wir können den ganzen Sommer über Seilbahn fahren – bis spät in den Herbst.“

„Eine Seilbahn läuft nicht“, nutzte Janine die Gelegenheit, ihren Vater zu korrigieren. „Sie schwebt.“

„Sie läuft sehr wohl. Nämlich auf Rädern, die über Seile gleiten.“

„Das musst du mir unbedingt zeigen. Ich habe so etwas noch nie gesehen.“

„Ein andermal. Aber nicht heute.“

„Und warum nicht heute? Immer hast du eine Ausrede. Nie hältst du dich an deine Versprechen.“

„Ich erwarte Freunde aus Frankfurt, denen ich versprochen habe, eine kleine Stadtführung für sie zu machen.“

„Das ist doch toll. Dann können wir doch alle zusammen Seilbahn fahren. Sie freuen sich bestimmt, wenn sie die Stadt von oben sehen können – die vielen Brücken, die Schiffe, den Rheinpark …“

„Das können sie auch alles sehen, wenn wir auf den Triangelturm oder auf den Dom hoch fahren, was ich ohnehin vorhatte.“

„Muss das sein? Da waren wir doch schon zweimal, aber Seilbahn sind wir noch nie gefahren.“ „Das möchte ich jetzt nicht wieder umstoßen. Ich habe es Conny, Fred und Helmuth schon geschrieben, und sie freuen sich schon sehr auf die Turmbesteigung.“

„Mir hast du auch versprochen, Seilbahn zu fahren, aber was du deiner eigenen Tochter versprichst, ist ja nicht wichtig.“

„Nun hör doch mal auf zu nörgeln“, sagte Janines Vater, den die Hartnäckigkeit seiner Tochter nervte. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Es gibt in diesem Jahr noch viele schöne Tage, an denen wir beide frei haben.“

Es klingelte an der Haustür. „Der Besuch“, rief Janines Vater, und an seine Tochter gewandt: „Sei jetzt lieb und erwähne die Seilbahn nicht mehr. Wir haben unser festes Tagesprogramm, und das möchte ich auf keinen Fall ändern.“

Nach einer stürmischen Begrüßung an der Haustür bat Janines Vater die Besucher zum Frühstück ins Esszimmer.

„Seid ihr einverstanden mit meinen Vorschlägen, die ich euch in meiner Mail gemacht habe?“

„Das kannst du besser beurteilen als wir. Da verlassen wir uns ganz auf deine Stadtkenntnis. Nur eins vielleicht. Ihr habt hier doch eine so tolle Seilbahn über den Rhein. Schade, dass du so eine panische Angst hast, in eine Seilbahn zu steigen. Aber könnten wir uns nicht für eine Weile trennen?“, schlug Helmuth vor. „Conny, Fred, Janine und ich fahren mit der Seilbahn, und du wartest auf der anderen Seite auf uns.“

„Oh ja“, jubelte Janine. „Ich bin auch noch nie Seilbahn gefahren. Das wäre super.“

„Dann machen wir das doch. Ich hoffe, du hast nichts gegen diese kleine Änderung.“

„Durchaus nicht“, sagte Janines Vater. „Ich wollte sowieso demnächst mit Janine Seilbahn fahren.“

„Warum hat dein Vater eigentlich keine Angst, auf einen Turm hoch zu fahren?“, flüsterte Conny auf dem Weg zur Straßenbahn Janine zu.

„Das weiß ich auch nicht, wir waren schon zweimal auf dem Dom und zwei Mal auf dem Triangel-Turm, da hatte er überhaupt keine Angst. Vielleicht liegt es daran, dass ein Turm ja nicht so wackelt wie eine Gondel, und wenn er vom Turm fällt, fällt er auch nicht ins Wasser.“

„Ach“, lachte Conny, „wasserscheu ist dein Vater außerdem? Dann bist du ja in besten Händen. Mit einem so mutigen Vater kann dir nichts mehr passieren.“

www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?42570

Info

Veröffentlicht am8. April 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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