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Tageslosung 8.4.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: ›Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt Gottes neue Welt in Besitz, die er euch von allem Anfang an zugedacht hat. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich bei euch aufgenommen. 
Matthäus 25, 34+35

Mit Sicherheit ist dies einer der bekannteren Sätze des Neuen Testaments. Auf die Frage, wann man nicht geholfen habe, bekommt man die Antwort: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.“ Wirklich starke Sätze. Gott weist von sich selber weg. Es geht ihm nicht um eine Verehrung seiner selbst. Es geht ihm aber sehr wohl um das Wohlergehen der Geringeren.

Wer diese Zeilen liest, kann einfach nicht verstehen, warum Menschen meinen, etwas Besseres als andere zu sein. Jegliche Überheblichkeit, jegliche Arroganz, jegliche Hybris müsste hier ihr Ende finden. Ich muss sofort an den Satz Jesu denken: „Wer unter euch der Größte sein will, sollte jedermanns Diener sein.“

Und eine weitere Konsequenz aus diesen Sätzen Jesu müsste ein verändertes Verhalten sein. Denn nach diesen Sätzen ist es niemals egal, wie ich mich anderen Menschen gegenüber verhalte. Ich muss nicht der Retter der Welt sein. Ich muss nicht allen und jedem helfen. Das schaffe ich gar nicht und Supermann ist keiner von uns. Aber ich muss immer allen Menschen mit Respekt begegnen. Diesen meinen Respekt haben alle verdient, alleine schon deshalb, weil sie Gottes Geschöpfe sind und Gott alles andere als egal sind. Und Respekt kann durch ganz unterschiedliche Taten und Handlungen ausgedrückt werden. Dadurch sagen wir dem und der anderen: Ich weiß, du bist auch Gottes geliebtes Kind.“

Guter Vater!

Hilf mir, den Respekt vor den Menschen zu bewahren. Amen.

 

Das fremde Kind (Hanna Hanisch)

Krischi braucht einen neuen Mantel, das steht fest. Also geht er mit Mutter zum Kaufhaus. In der Kleiderabteilung kommt ein Mann herbeigeeilt. Er rückt einen Stuhl für Mutter zurecht, holt einige Mäntel vom Kleiderstand, streicht liebevoll mit der Hand darüber und zieht sie Krischi an, einen nach dem anderen. Während er erklärt, was das für schöne und gute Mäntel sind, muss Krischi ihn immerzu anschauen. Wie merkwürdig der Mann redet! „Woher kommen Sie?" fragt Mutter.

„Aus Istanbul", sagt der Mann, und sein dunkles Gesicht wird auf einmal viel heller.

„Sie machen das sehr nett. Ich kann Sie gut verstehen." Mutter lächelt auch, und der Mann sagt „Danke".

Er freut sich über dieses Lob. Es ist nicht leicht, in einem fremden Land Sachen zu verkaufen, wenn man die Sprache mühsam erlernen muss. „Dieser Mantel hat Wasserdichtung", erklärt der Mann jetzt. Da kann es Krischi nicht mehr aushalten, er muss laut herauslachen. Der Mann erschrickt: „Habe ich etwas falsch gemacht?" Mutter verbessert: „Dieser Mantel ist wasserdicht."

Ein Junge mit schwarzen Haaren und schwarzen Augen kommt in die Abteilung. Abseits setzt er sich auf einen Stuhl. Der Verkäufer sagt ihm einige Worte in seiner türkischen Sprache.

Mutter will alles wissen. Dieser Junge ist also der Sohn des türkischen Verkäufers. Wo ist seine Mutter? — Sie arbeitet in einer Gastwirtschaft. — Darum also muss der Junge vom späten Nachmittag ab hier auf seinen Vater warten. Nach Feierabend machen die beiden dann zusammen die Schulaufgaben. Das fällt dem Jungen sehr schwer. Und auch der Vater weiß nicht immer das richtige deutsche Wort. Der Mantel wird eingepackt, Mutter bezahlt. „Krischi", sagt sie zu ihm an der Kasse, „hättest du Lust, mit dem Jungen dort zusammen Schularbeiten zu machen? Er ist genauso alt wie du." Krischi hat auf einmal keine Freude mehr an dem Mantel. Das fehlte noch, Schularbeiten! Er will sich da nicht festlegen. Wenn er nun mal keine Lust dazu hat? Bloß wegen des fremden Jungen soll er dann zu Hause bleiben?

Der Junge sitzt noch immer auf dem Stuhl, sein Vater steht daneben. Sie schauen ihn so merkwürdig an. So, als hätten sie Durst, und nur Krischi allein besäße einen großen Krug mit Wasser. Ihm wird heiß. Warum ist es nur so heiß in dieser Kleiderabteilung? Dann hört er, wie seine Stimme sagt, und die Stimme kommt von weit her: „Er kann ja mal kommen."

Er ist wütend über seine Stimme, die das einfach gesagt hat. Er packt das Paket mit dem Mantel und geht davon. Am Ende der langen Klei­derreihen dreht er sich noch einmal um. Der Junge sitzt immer noch auf seinem Stuhl, aber er lächelt jetzt auch, wie sein Vater gelächelt hat. Er hat die fremde Sprache sehr gut verstanden: Er kann ja mal kommen!

Info

Veröffentlicht am7. April 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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