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Tageslosung 7.9.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Ich preise dich, HERR, denn aus dem Abgrund hast du mich heraufgeholt.
Psalm 30,2

Abgründe gehören leider Gottes zu jedem Leben dazu. Und dabei können diese Abgründe völlig verschieden aussehen. Manch eine(n) zieht eine Trennung den Boden unter den Füßen weg. Menschen, denen man vertraut hat, mit denen man das Leben gemeinsam geführt hat, gehen weg, wenden sich ab. Auf einmal verändert sich das ganze Leben.

Wieder andere quälen sich jeden Tag wieder neu in die Schule. Kinder und Jugendliche leiden an den Schulen, weil sie nicht zurechtkommen. Manche werden von MitschülerInnen gemobbt, gequält. Manch eine(r) quält sich genauso auch im Job, wo es ihnen nicht besser geht als den SchülerInnen.

Genauso aber kann auch eine Krankheit, Einsamkeit, ein Unfall oder etwas anderes die gesamte Lebensplanung über den Haufen werfen. Es gehört zum Leben, dass es immer wieder auch negative Überraschungen gibt.

Das wird bei dem Psalmbeter nicht anders gewesen sein. Auch in seinem Leben wird es Unvorhergesehenes gegeben haben. Und doch gibt es neben den negativen Erfahrungen auch eine positive Erfahrung. „Du, Gott, hast mich aus dem Abgrund gezogen. Du hast mich wieder auf die Füße gestellt. Du hast mir die Kraft gegeben, nicht die Flinte ins Korn zu werfen und aufzugeben. Dafür preise und lobe ich dich!“

Vielleicht kann aus der Erfahrung des Psalmbeters eine Hoffnung auch für mein Leben folgen. Ich kann darauf vertrauen, auch und gerade in schweren Situationen von Gott nicht im Stich gelassen zu werden. Ja, manches schmerzt ganz furchtbar und ist alles andere als schön, doch ich bin nie ohne Hilfe.

Guter Vater!

Danke, dass ich mich auch im Schweren auf dich verlassen kann. Amen.

 

Die Geschichte einer Errettung (Wilhelm Busch)

An dem lieblichen Ufer des Zürichsees liegt die Ortschaft Männedorf. Dort ist ein Erholungsheim, das der gesegnete Samuel Zeller gegründet und das nach ihm Alfred Zeller lange geleitet hat. Viele Bedrückte, Beladene, Kranke sind dort an Leib und Seele gesund geworden. Oft habe ich dort bei Bibelkursen mitgearbeitet.

Wenn ich an Männedorf denke, dann steht der große holzgetäfelte Speisesaal vor meiner Seele. Von der Wand grüßen Bibelsprüche, die eine dankbare Patientin dorthin malen ließ und die den Weg ihrer Heilung bezeichnen. Das letzte Wort lautet: „Du hast mein Auge von den Tränen gerissen …“ Als ich zum ersten Male von Alfred Zeller in diesen Speisesaal geleitet wurde, zeigte er auf diesen Spruch und sagte: „Viele haben das hier erfahren.“

„ Du hast meine Seele aus dem Tode gerissen, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.“

Mich ergriff die Schönheit dieses Bibelworts, und ich fragte: „Wo steht denn das?“ „Im 116. Psalm.“

Da nahm ich mir nachher in meinem Zimmer die Bibel vor und schlug diesen Psalm auf. Er hat 19 Verse, und mittendrin steht dieser Vers: „Du hast meine Seele aus dem Tode gerissen, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.“ Eine knappe, herzergreifende Kurzgeschichte! Sie erzählt in wenigen Worten die Geschichte einer Errettung.

 

www. dir.sermon-online.com/german/WilhelmBusch/Die_Suchaktion_Gottes.html?

 

Info

Veröffentlicht am6. September 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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