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Tageslosung 7.7.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, HERR, mein Gott!
Jona 2,7

Jona soll die Menschen in der Stadt Ninive zur Umkehr aufrufen, meint Gott. Deren Unrecht schreit zum Himmel. Doch Jona hat Angst und deshalb flieht er vor dem Auftrag Gottes. Er nimmt das erstbeste Schiff, damals die beste Möglichkeit, schnell weit wegzukommen. Doch Gott lässt einen Sturm toben, die Matrosen werfen Jona über Bord, weil er ihnen erklärt, er sei der Grund des Sturms. Als Jona gen Meeresboden sinkt, kommt ein großer Wal und verschluckt ihn. Im Wal fängt Jona an zu beten.

Oft schon sind mir Menschen begegnet, die es aufgrund ihres Glaubens geschafft haben, ihr Leben wirklich radikal zum Guten zu verändern. Sie konnten den Satz des Jona im Gebet voll mitsprechen: „Du hast mich vom Verderben erlöst.“ Dabei sind es ganz unterschiedliche Zwänge, Süchte, Nöte und elende Zustände, aus denen Gott die Menschen befreit. Einige haben ihre Sucht besiegt. Andere haben einen völlig neuen Weg eingeschlagen, der ihnen einen guten neuen Sinn eröffnet hat. Wieder andere sind aus der Spirale der Kriminalität ausgebrochen.

Jonas Gebet erinnert uns heute an zweierlei. Erstens Gott ist nichts unmöglich. Und zweitens: Mit Gott an meiner Seite ist auch mir alles möglich. Vor allem das, wo ich es selber eigentlich nicht für möglich halte. Selbst da gelingt mit Gottes Unterstützung eine Wende und ein Neubeginn.

Was es dafür braucht? Eine inständige Bitte und das Gebet um Vertrauen in Gottes und die eigene Kraft. Und vielleicht kann dann der alte Werbespruch eines japanischen Autobauers Wirklichkeit werden, der lautete: „Nichts ist unmöglich …“

Guter Vater!

Wie gut, dass für dich nichts unmöglich ist. Amen.

 

«Gott hat mir das Leben gerettet» (Peggy Banks)

Mein Vater starb schon vor meiner Geburt und meine Mutter zog uns vier Kinder alleine groß. Oft ließ sie ihren Frust und ihre Wut an mir aus und schlug mich grün und blau. Gewalt und körperliche Strafen waren bei uns ganz normal. Obwohl ich in der Schule gut war und viele Freunde hatte, war ich zu Hause still und zurückgezogen. Ich wollte bloß keine Fehler machen, damit ich nicht bestraft werde.

Für mich war es immer schwer, Menschen zu vertrauen, denn im einen Moment sagte meine Mutter, dass sie mich liebt und froh ist, mich zu haben. Im nächsten Augenblick kam: «Du bist dumm und hässlich, aus dir wird nie was.» Nach außen trug ich eine perfekte Fassade, aber innerlich war ich so verletzlich.

Der falsche Freund

Als ich erwachsen wurde, baute ich ein Fitness-Studio auf und arbeitete zusammen mit Profisportlern. Ich war sehr erfolgreich und hatte sogar eine Fitness-Show im Fernsehen. Niemand ahnte, was bei mir zu Hause abging. Anfangs trug mich mein Freund auf Händen, doch immer wieder bekam er Wutanfälle, dann beschuldigte er mich irrwitziger Dinge, schrie mich an und schlug mich. Oft kamen diese Ausbrüche völlig unvermittelt. Aus heiterem Himmel griff er mich an, packte mich an der Kehle und drückte mich gegen die Wand.

Mitunter war er sehr liebevoll, aber immer wieder behandelte er mich schlecht und gab mir das Gefühl, dass ich selbst Schuld daran bin. Dass ich etwas falsch mache, nicht er. Und ich glaubte ihm. Ich versuchte mich zu ändern, fühlte mich schuldig, war isoliert und bekam Depressionen. Ich hatte das Gefühl, nie gut genug für ihn zu sein. Doch obwohl ich so verzweifelt war, traute ich mich nicht, mit irgendjemanden darüber zu sprechen.

Mehrmals versuchte ich, ihn zu verlassen, aber ich hielt es nie lange durch. Kaum trennte ich mich, wurde er überschwänglich, machte mir Komplimente und überhäufte mich mit Geschenken. Manchmal glaubte ich, er hätte sich geändert. Oder dass ich ihn ändern kann. In Wahrheit war ich emotional von ihm abhängig. Ich sehnte mich nach Liebe. Statistisch gesehen kehren Opfer häuslicher Gewalt bis zu 13 Mal zu ihrem Partner zurück. Unsere Beziehung war die Hölle.

Entscheidung für Jesus

Eines Tages lud mich eine Freundin in einen Gottesdienst ein. Der Pastor predigte über Psalm 46, Verse 1-2: «Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in großen Nöten.» Mit einem Mal wurde mir klar, dass es Gott gibt und dass er meine Rettung sein kann. Ich war in grosser Not und wusste nicht, wie ich meiner Beziehung entkommen kann.

An diesem Tag übergab ich Jesus mein Leben und hoffte, dass Gott mir bei der Trennung hilft. Als ich mit dem Pastor betete, spürte ich, dass Jesus wirklich die Antwort ist und fasste Mut. Auf einmal war ich bereit, alles zu tun, um mit Jesus in Verbindung zu bleiben. Ich ahnte nicht, dass Gott mir noch am gleichen Tag das Leben retten würde.

Ein wahr gewordener Albtraum

Als ich nach Hause kam, rief ich meinen Freund an und machte Schluss. Doch am Abend brach er in meine Wohnung ein und ging mit einem Messer auf mich los. Er drückte mich an die Wand, schlug auf mich ein, vergewaltigte mich und sagte schreckliche Dinge. Ich war sicher, dass ich nicht überleben würde. Aber obwohl alles so grauenvoll war, spürte ich, dass ich nicht alleine bin. Gott war da und gab mir tatsächlich Kraft in Zeiten der Not. Obwohl ich dem Tod so nahe war, machte Gott mich ganz ruhig und half mir, allem standzuhalten. Irgendwann ließ mein Ex von mir ab, er bemerkte wohl, dass er mich nicht umbringen kann. Ich bin überzeugt, dass Gott mir an diesem Abend das Leben gerettet hat.

Am nächsten Morgen versuchte ich weiter zu machen, als wäre nichts geschehen. Aus lauter Angst und Scham habe ich weder die Polizei gerufen, noch ihn angezeigt. Aber Dank meiner Freunde und Dank Gott konnte ich dieses Mal die Trennung durchziehen.

Innerlich geheilt

Erst viele Jahre später und mit Gottes Hilfe konnte ich mich meinem Schmerz und meiner Scham stellen und dieses Trauma überwinden. Ich ging in Seelsorge, fing an, in der Bibel zu lesen und mich intensiv mit Jesus auseinanderzusetzen. Er gab mir, wonach ich so lange in Beziehungen gesucht hatte: Sicherheit und echte, ewige Liebe. Durch Gott habe ich Heilung erfahren und erkannt, wie wertvoll ich bin. Durch Jesus bin ich neu geworden. Heute sehe ich mein Leben als eine Reise der Hoffnung: Ich war kaputt, aber Gott hat mich wiederhergestellt.

www.livenet.ch/themen/people/erlebt/323091-gott_hat_mir_das_leben_gerettet.html

Info

Veröffentlicht am6. Juli 2026

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Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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