Du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern.
Psalm 104,4
Der Psalm 104 drückt mit staunenden Worten die Schöpferkraft Gottes aus. Diesem Gott, der alles ins Leben gerufen hat, ist nichts unmöglich. Alleine aus Gott heraus kommt die Kraft zum Leben. Selbst Winde und Feuerflammen – beides die puren Symbole für Unabhängigkeit - gehorchen diesem Gott.
Manchmal bringt die Natur uns auch heute noch zum Staunen. Ich erinnere mich an einen kleinen unscheinbaren Pilz, der auf dem Poppelsdorfer Friedhof durch eine Asphaltdecke durchgebrochen war. Ich sehe vor mir die Pappelwurzeln der gefällten Pappeln auf dem Gelände der Versöhnungskirche. Auf einmal sprossen aus den Wurzeln zig kleine Pappeln hervor. Aus einem scheinbar abgestorbenen Trieb wächst frisches Grün. Die Kraft der Natur ist einfach atemberaubend. Schnell holt sich die Natur Flächen und Gebäude zurück, wenn der Mensch sie lässt.
Aber auch wir, die Menschen sind ein Teil der Natur. Und wie die Natur selber hat uns Gott auch mit einer Menge an Lebenskraft und Überlebenswillen ausgestattet. So steckt viel mehr in uns als wir es mit unserer eigenen kleinen Kraft denken. So wachsen Menschen oftmals über sich hinaus, wenn sie dazu gefordert sind.
Auf diese Kraft können wir vertrauen. Denn Gott hat sie nicht nur einmal gegeben, sondern er gibt sie regelmäßig wieder, erneuert sie. Wir dürfen darauf vertrauen, dass auch unsere Kraft immer wieder neu entfacht wird. Und falls wir uns doch einmal völlig kraftlos fühlen, können wir Gott um neue Kraft oder Hilfe bitten. Er wird schon wissen, womit und wodurch er uns helfen kann und unserer Lebenskraft.
Guter Vater!
Danke für deine Kraft. Amen.
Der Lebenskuss der Lebenskraft (Resi Gilles)
Ein freudiges Erwachen, ein Gedanke an Dich dabei,
er zaubert ein Lächeln von ganz allein.
Ein Kuss im Geiste, ganz sanft gehaucht,
Guten morgen spürst du es auch?
Das Leben erwacht, komm lass es uns Leben,
was auch immer kommen mag.
Getrennt und doch vereint ist der Lebenslauf
und findet sich dann ein Blick, ein Kuss vereint,
ist es das was ist,
ein Augenblick der die Zeit anhält.
Ein Augenblick,
der keine Gedanken Worte hat.
Er ist Frei, Frei zu Leben
so wie jetzt und hier,
es lebt und sprudelt in ewiger Quell.
Ist das Leben nicht wunderschön?
Komm lass uns Leben,
das immer nur eine,
das sich findet im Hier und Jetzt der Ewigkeit.
Glücklich, Frei mit aller Wachheit und Achtsamkeit,
das nicht verblüht der Lebensblüte Glanz,
und ist ein Gedanke von Traurigkeit dabei,
dann spür den Kuss des Lebens
und hüll Dich darin ein.
Er wird Dich immer tragen in sanfter Kraft,
und schenkt Dir neue Lebenskraft…
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