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Tageslosung 6.2.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Du, Herr, bist gerecht, wir aber müssen uns alle heute schämen.
Daniel 9,7

Der Prophet Daniel weiß, warum Gott seine Gunst vom Volk Israel abgezogen hat. Viel zu lange haben sie anderen Herrschern vertraut als Gott. Viel zu lange haben sie andere Götter angebetet als ihren Gott. Viel zu lange haben sie die Worte der vielen Propheten missachtet und ihre Warnungen ignoriert. Und so sieht Daniel 70 Jahre, die Israel ohne die Gunst Gottes sein wird. Die Tageslosung ist dann ein Teil seines Bußgebetes, mit dem er Gott besänftigen will.

In der vierten Klasse nehmen wir gerade in Religion die Zeit des Nationalsozialismus unter die Lupe. Die Kinder lernen Otto Weidt kennen, einen fast blinden Bürstenfabrikanten, der einigen Juden das Leben gerettet hat. Er war ein ganz einfacher Mensch, der Mut hatte und das Herz auf dem rechten Fleck. In Berlin gibt es ein tolles Museum von ihm. Wie viele Millionen aber mussten nach dem Krieg sagen: „wir aber müssen uns alle heute schämen“. Zurecht haben nachfolgende Generationen bohrende Fragen gestellt.

Und heute? Was werden uns in Zukunft unsere Kinder und Enkelkinder fragen? „Habt ihr nicht erkannt, dass der Klimawandel alles zum Schlimmen verändert?“ „Warum habt ihr nicht eher gehandelt?“ „Warum habt ihr euch nicht mit aller Macht gegen ungerechte Strukturen in der Welt gestellt?“ „Warum habt ihr Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen?“ „Warum habt ihr die AFD und ihre Menschenverachtung so stark werden lassen?“

Wohl keine Generation bleibt ohne Schuld, teilweise aus Unwissenheit, teilweise aus Faulheit und Bequemlichkeit. Wie gut aber, wenn wir uns dies ab und zu vor Augen halten und auf die Propheten unserer Zeit hören. Denn auch heute noch redet Gott mit uns. Die Frage ist nur: „Hören wir auch zu oder müssen wir uns anschließend schämen?“

Guter Vater!

Öffne uns die Augen, wo wir blind sind. Amen.

 

„Ich schäme mich so…“ (Isabelle von Abendroth oder Brenè Brown)

Ich erinnere mich noch genau an eine Situation in der Schulorchesterfreizeit, als ich damals in der 5. Klasse ganz neugierig in einer Pause umhergelaufen bin, um mir die anderen Instrumente anzuschauen. Bei der Posaune bin ich stehen geblieben und ich konnte nicht anders, als sie anzufassen und einmal hochzuheben. In dem Moment ist sie mir aus der Hand gerutscht und auf den Boden gefallen.

 

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie unglaublich geschockt und beschämt ich war. Ich hätte am liebsten sofort die Freizeit verlassen und alles rückgängig gemacht. Damals habe ich mich so sehr geschämt, dass ich mich nicht getraut habe, es direkt beim Orchesterleiter zu melden, da ich wusste, dass dieser sehr streng war. Es war dann um so beschämender, als der Schüler die Delle in seiner Posaune bemerkte.

 

Glücklicherweise war meine Schwester dabei und ich habe mich dann ihr anvertraut. Sie hat mir geholfen, es zu melden. Mein Mitschüler, der noch ein Freund von mir ist, hat total nett reagiert, so dass wir heute immer noch drüber lachen können, die Versicherung hat den Schaden ersetzt und die Sache war schnell vom Tisch.

 

Auch wenn die Überwindung erstmal viel Kraft gekostet hat und ich mich noch mehr geschämt habe, da ich es nicht direkt gesagt hatte, war es doch sehr befreiend, darüber zu sprechen. Ich habe viel daraus gelernt und würde es heut definitiv von vorn herein anders machen.

 

www. isabelle-von-abendroth.de/ich-schaeme-mich-so/

Info

Veröffentlicht am5. Februar 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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