Navigation überspringen
Startseite
  • Seelsorge & Beratung
    • Telefonseelsorge
    • Notfallseelsorge
    • Krankenhausseelsorge
    • Schutzkonzept gegen Sexualisierte Gewalt
    • Diakonie
  • Lebensschritte
    • Kircheneintritt
    • Taufe
    • Konfirmation
    • Trauung
    • Bestattung
  • Gottesdienste
    • Kalender
  • Gemeindeleben
    • Kalender
    • Kinder & Familien
    • Jugendliche
    • Erwachsene
    • Kirchenmusik
    • Kirchenmusikflyer
  • Evangelisch in Neuss
    • Ev. Kindergärten
    • Ev. Schulen
    • Ev. Religionsunterricht
    • Familienbildungsstätte
    • Erwachsenenbildung
    • Förderverein Christuskirche
    • Geschichte
    • Neuigkeiten-Archiv
  • Kontakt
    • Ansprechpersonen
  • Gemeinden
    • Evangelisch in Neuss
    • Stadtgemeinde Neuss
    • Kirchengemeinde Neuss-Süd
    • Kirchengemeinde am Norfbach

Tageslosung 5.9.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Bei anderen ist es wie bei dem Samen, der auf felsigen Boden fällt. Sie hören die Botschaft und nehmen sie mit Freuden an. Aber sie sind Menschen ohne Wurzel: Eine Zeit lang halten sie sich an die Botschaft; aber wenn sie auf die Probe gestellt werden, fallen sie ab.
Lukas 8,13

Der Fußballtrainer Christian Streich wurde einmal zu seiner Meinung über Christiano Ronaldo gefragt. Viele andere Kommentatoren lästern gerne über Ronaldo und sein Gehabe. Christian Streich antwortete: „Haben sie die Muskeln von Christiano Ronaldo gesehen. Der übt jeden Tag, obwohl er einer der besten Spieler der Welt ist. Die Kollegen erzählen, er sei beim Training der erste und der letzte. Sein ganzes Leben, essen, schlafen, richtet er nach dem Sport aus. Deswegen ist er so gut.“

Das kennen wir auch aus unserem Leben. Etwas was wir oft tun, das können wir meist auch ganz gut. Wir sind dann darin geübt, bestimmte Dinge zu können: Sport, Fertigkeiten im Beruf, Wissen in der Schule und im Studium, leckere Gerichte kochen. Wie heißt das Sprichwort? „Früh übt sich, was ein Meister werden will.“

Mit unserem Glauben verhält es sich auch so. Darauf weist uns heute der Evangelist Lukas hin: Wenn der Glauben nicht regelmäßig gelebt wird, dann können einen Schwierigkeiten des Lebens so sehr infrage stellen, dass man vielleicht den Glauben verliert. Lukas nennt das „Menschen ohne Wurzel“.

Ja, Glauben festigt sich, wenn er regelmäßig gelebt wird. Glauben bleibt stark, wenn der oder die Gläubige auch durch Krisen und dunkle Täler gehen muss und dabei die Erfahrung macht, nicht im Stich gelassen zu werden. Dann schlägt der Mensch Wurzeln, die auch im Sturm halten, so dass man nicht umgeweht wird.

 

Guter Vater!

Bei dir finde ich meine Wurzeln. Amen.

 

Ohne Wurzeln (Nina Martin)

 

Die dritte Sitzung.

So viel zu bearbeiten.

Die Ängste, die Schmerzen, das Dunkel in ihr.

Der Stuhl stand schon bereit. Breite Lehne, weicher Stoff, ausladende Form. Verschwiegen. Sie legte die Arme ab, streckte die Füße aus und schloss die Augen.

Sie kannte die Abfolge der nun folgenden Rituale.

Hypnotisch ruhig wiederholte er die immer gleichen Sätze. Ihre Unruhe wandelte sich in bleierne Entspannung.

Die Augen fielen langsam zu. Halbwach und dreiviertelmüde. Der Geist erstaunlich klar und konzentriert versuchte sie die Bilder zuzulassen.

Sanft führte er sie zurück in eine Zeit, die nicht bewusst war.

Ihre Geburt, der Moment, als sie geboren wurde. Sie lächelte in sich hinein, bis sie einen Sog verspürte. Die Hände griffen nach den Sessellehnen. Sie spürte eine Urkraft, die sich nicht steuern ließ. Sie tanzte auf den Wellen. Nicht unangenehm, aber stark und fordernd.

Nach einer langen Weile wurde es wieder ruhig und sie fühlte sich wie befreit. Sie sah durch ihre geschlossenen Augen hindurch. Da war die Familie, in die sie geboren wurde. Die Gemeinschaft der Schwestern mit dem Bruder und die zwei Menschen, die sie ungewollt wieder zu Eltern machte.

Ihr Gesicht war tränennass, es tropfte auf ihre Arme. Er fragte sie behutsam, was sie fühlte. Noch konnte sie nicht antworten.

Ihr Weinen war das eines kleinen Kindes. Verzweifelt, heimatlos, wütend.

Er holte sie mit sanften Worten langsam zurück. Langsam, unendlich langsam öffnete sie die Augen und sah ihn an.

Dann brach es aus ihr heraus. Voller Verwunderung und Erschrecken über das, was sie erlebt hatte.

Es erklärte so viel. Sie sah ihn an und sagte nur einen Satz: Sie wollten mich nicht, ich war nicht willkommen.

 

www.story.one/de/story/ohne-wurzeln/

Info

Veröffentlicht am4. September 2026

In den Neuigkeiten vonTageslosung

Alle Neuigkeiten

Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

Kommen Sie in Kontakt

Pfarrpersonen,
Beratung, Ämter …

Begleitung in allen Lebensphasen

Taufe, Hochzeit,
Bestattung …

Impressum Datenschutzerklärung © 2026 Evangelischer Gemeindeverband Neuss