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Tageslosung 5.10.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
»Gewiss, Herr«, sagte sie; »aber die Hunde bekommen doch wenigstens die Brocken, die vom Tisch ihrer Herren herunterfallen.« Da sagte Jesus zu ihr: »Du hast ein großes Vertrauen, Frau! Was du willst, soll geschehen.«
Matthäus 15, 27+28

Eine irre Geschichte: Eine Mutter kämpft für ihre kranke Tochter. Als sie Jesus begegnet, schreit sie ihn um Hilfe an. Jesus reagiert nicht. Als sie weiter auf ihn eindringt, da weist Jesus sie schroff ab. Er sei zu den Kindern Israels gesandt und nicht zu den anderen Völkern. Die kanaanäische Frau, also eine Ausländerin, lässt sich nicht abwimmeln. Sie nervt weiter und bringt das Argument der Tageslosung. Jesus lässt sich erbarmen, die Tochter wird gesund.

Ich mag diese Erzählung aus zwei Gründen sehr. Da kämpft eine Frau um ihr Kind mit allem, was sie hat. Es ist ihr egal, dass sie als Frau den Männern nicht gleichgestellt ist. Es ist ihr egal, dass sie Ausländerin ist. Es ist ihr egal, dass sie abgewiesen wird. Sie kämpft um ihr Kind. Sie nervt, sie schreit, sie geht Jesus an, wie sonst kaum jemand. Sie ist wie eine Klette, die sich nicht abwimmeln lässt. Diese Liebe, dieser Kampf zeigen mir: Es lohnt sich zu kämpfen. Es lohnt sich, alles in die Waagschale zu werfen, was man hat. Es lohnt sich, alles auf eine Karte zu setzen. Es lohnt sich mit Liebe zu streiten.

Und Jesus – ist mir zuerst unsympathisch. Er verhält sich arrogant. Von oben herab kanzelt er die Frau ab. „Zu dir bin ich nicht gesandt!“ Und doch berührt sie sein Herz. Er schenkt Erbarmen, weil er die Not dieser Frau sieht. Er schenkt Erbarmen, weil er die Liebe dieser Frau sieht. Er schenkt Erbarmen, weil er das Vertrauen der Frau sieht.

Gott lässt sich bewegen. Ihn rührt menschliches Leid an. Sein Erbarmen heilt, erneuert das Leben. Er lässt sich bitten.

Guter Vater!

Du bist ein Gott, der die Not sieht. Amen.

 

Mama braucht Hilfe (Ines Markgraf)

Seltene Krankheit macht einfachste Dinge für ihre Tochter zur Herausforderung

 

Eine Mutter kämpft um das Leben ihrer Tochter: Magdalena (11) leidet an einer seltenen Krankheit. Der Alltag ist eine tägliche Herausforderung.

„Hilfe für mein Kind Magdalena (11)“ – hinter diesem Hilferuf verbirgt sich ein tragisches Schicksal. Sabine Haaga, die alleinerziehende Mutter von Magdalena, startete Mitte Juni einen Spendenaufruf bei GoFundMe und bittet um Unterstützung.

„Jeder Beitrag, egal wie klein, hilft uns weiter und wird zur Finanzierung wichtiger Medikamente, für ergänzende Therapieangebote (z. B. Naturheilverfahren, Ernährungsberatung), für notwendige Fahrtkosten, Pflegehilfen und Betreuung benötigt.“ Sie möchte ihrem „Kind trotz Krankheit ein möglichst normales, unbeschwertes Leben zu ermöglichen“.

Magdalena leidet an der seltenen neuromuskulären Erkrankung Myasthenia gravis. „Bei Betroffenen stören fehlgesteuerte Antikörper die Kommunikation zwischen Nerv und Muskel. Dadurch ermüdet die Muskulatur an verschiedenen Stellen des Körpers, vor allem unter Belastung und bei Müdigkeit“, erklärt sie die Autoimmunerkrankung. „Diese Krankheit erschwert unseren Alltag jeden Tag aufs Neue – einfache Dinge wie sprechen, essen, laufen oder atmen werden für mein Kind zur Herausforderung“, sagt Sabine Haaga. Nicht nur eine äußerst emotionale Belastung für eine Mutter. Es geht ins Geld und sorgt dafür, dass sie oft am Rand ihrer Kräfte ist.

„Da mein Kind immer wieder akute Schwächeanfälle hat und ständig betreut und überwacht werden muss, kann es nicht durchgehend in der Schule bleiben. Ich muss es regelmäßig früher abholen und tagsüber intensiv betreuen – was es mir derzeit nahezu unmöglich macht, einer festen Arbeit nachzugehen. Die regelmäßigen Arztbesuche, lebenswichtige Medikamente und begleitende Therapien (auch im Bereich der Alternativmedizin) übersteigen mittlerweile meine finanziellen Möglichkeiten. Leider werden nicht alle notwendigen Behandlungen von der Krankenkasse übernommen – obwohl sie meinem Kind Lebensqualität und Stabilität schenken würden“, so die alleinstehende Mutter aus Rottum (Baden-Württemberg).

Das Spendenziel von 11.000 Euro ist bald erreicht. Mittlerweile haben 151 Menschen insgesamt 8942Euro gespendet.

 

www.schwaebische.de/regional/baden-wuerttemberg/mama-braucht-hilfe-seltene-krankheit-macht-einfachste-dinge-fuer-ihre-tochter-zur-herausforderung-3891083 (6.9.2025)

 

Info

Veröffentlicht am4. Oktober 2026

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Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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