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Tageslosung 30.9.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Wenn ihr Gottes Nähe sucht, wird er sich von euch finden lassen.
2. Chronik 15,2

Das Finden ist manchmal gar nicht so einfach. Für viele junge Leute ist es heute ein Problem, einen passenden Partner / Partnerin zu finden. Zugleich sind viele unsicher, welchen Weg sie für die Zukunft einschlagen wollen. Viele sind auf der Suche nach einem inneren Frieden und finden ich einfach nicht. Einige suchen nach einem Sinn in ihrem Leben, der sie antreiben und motivieren kann und finden ihn leider nicht. Leider gibt es für viele Dinge, die wir suchen einfach kein Navi, keine Karte, an denen wir uns orientieren können. Und so bleibt manche Suche einfach erfolglos, weil sie orientierungslos bleibt.

Bei Gott ist es anders. Wenn wir suchen, dann lässt er sich finden. Dies ging dem israelischen König Asa zu, der zur Zeit der Chronik das Land anführte. Israel war von dem Weg abgekommen, die Bedeutung Gottes war in den Hintergrund gerückt. So waren Ziel und Suche abhanden gekommen. Asa aber räumte auf, konzentrierte sich und das Volk alleinig auf Gott. Und so kehrte ein Frieden ein in Israel.

Auch wir kommen manchmal vom Weg ab, der gut für uns wäre. Leider ist dies nur allzu menschlich. Wir lassen uns ablenken oder sehen auf einmal anscheinend attraktivere Ziele. Und so richten wir uns neu aus und verlassen gute Wege. Oder manchmal bleiben wir einfach stehen. Schaffen es in diesem Augenblick nicht, uns aufzuraffen.

Genau in diesen Situationen ist es wichtig, dass wir wissen, dass Gott sich finden lassen will. Dann nämlich brauchen wir Gott wie ein verirrter Fischer den Leuchtturm. Ach, da geht es lang, ich sehe Gott wieder und kann neue Orientierung für mein Leben gewinnen.

Guter Vater!

Gut, dass wir dich finden können. Danke. Amen.

 

Gott finden (Myra Brooks)

Sie war alt und verkratzt, und der Auktionator dachte: „Was bringt das Ding noch? Eine wertlose Geige, die will keiner mehr“. Doch hielt er sie lächelnd hoch. „Wer möchte anfangen?“ so rief er es laut. „Hier bitte, was bieten Sie mir?“ Ein Dollar – jetzt zwei – und jetzt sind es schon drei. Na bitte, sagt da jemand vier? Vier Dollar zum Ersten, zum Zweiten, und jetzt, vier Dollar zum Dri… – Doch halt!

Ganz hinten im Saal, da steht jemand auf, kommt nach vorne – ein Mann, grau und alt. Und er nimmt den Bogen und pustet den Staub, und alle Seiten werden gestimmt. Und er spielt eine Weise so süß und so rein, als ob ein Engel sie singt.

Die Geige schweigt, und der Auktionator, die Stimme andächtig und sanft, fragt: „Was bieten sie für dieses Instrument?“ Und er hält es hoch in der Hand. „Eintausend Dollar – jetzt sind es schon zwei – Zweitausend – Wer bietet noch mehr? Dreitausend! Zum Ersten, zum Zweiten und jetzt zum Dritten! „Dreitausend“ ruft er. Die Leute, die klatschten, doch einer, der rief: „Das ist aber doch allerhand. Was hat denn das Ding so wertvoll gemacht?“ Und die Antwort: „Des Meisters Hand!“

So manch einer, dessen Leben verstimmt und an Schuld und Versagen zerbricht, wird billig verhökert vor gaffendem Saal, wie die Geige in unserem Gedicht … Doch dann kommt der Meister, und die Menge, sie staunt, weil sie ganz nie verstehen kann den Wert einer Seele und das Wunder, das kommt durch des Meisters verwandelnde Hand.

www.helmutblatt.de/gott-finden

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Veröffentlicht am29. September 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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