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Tageslosung 30.7.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Aber die vom Volk, die ihren Gott kennen, werden stark sein und danach handeln.
Daniel 11,32

Das Ende des Danielbuches ist bestimmt von der Beschreibung der Endzeit. Königreiche entstehen und zerfallen, unendliche Kriege werden geführt. Und in alle dem Chaos werden die überleben, die sich an ihn, Gott, halten.

Stark sein. Ein tolles Ziel. Fit sein, sportlich sein, abnehmen und einfach Muskeln an der richtigen Stelle, ein Sixpack wäre auch nicht schlecht. Die Fitness-Studios sind voll von Menschen, die genau diese Ziele haben: Stark sein. Besonders in der Eisenabteilung stehen dann muskelbepackte Damen und Herren und stemmen erstaunliche Gewichte. Dabei helfen auch unzählige Pülverchen und Nahrungsergänzungen. Wenn letztere in Hoisten preiswerter verkauft werden, herrscht dort Verkehrschaos. Stark sein – ein Ziel vieler.

Aber hier geht es um ein anderes stark sein. Ich würde es eher übersetzen mit gewiss sein, geborgen sein, in sich selbst ruhen. Der Prophet Daniel bezieht es auf die unruhigen Zeiten zum Ende der Welt. Unruhige Zeiten haben wir heute aber auch. Und diese Stärke können wir auch jetzt gut gebrauchen.

Wie aber gelange ich zu dieser Stärke? Ein bisschen ist es wirklich mit dem Fitness-Studio vergleichbar. Es braucht einfach Zeit und Mühe. Zeit für das Gebet und den Austausch mit Gott. Und Mühe es durchzuhalten, auch wenn ich mal keine Lust habe oder es mir nicht gut geht. Wie die Muskeln des Körpers erst mit der Zeit wachsen, so wächst die Glaubensstärke auch erst mit der Zeit und der Erfahrung.

Doch irgendwann können wir dann spüren, dass unsere Stärke zugenommen hat. Wir können dem Leben und seinen Irrungen gelassener gegenübertreten, denn uns trägt die Erfahrung, im Glauben gehalten zu sein.

Guter Vater!

Gib mir die Kraft und den Mut zur Ausdauer. Amen.

 

Die Geschichte vom Bambus aus China

 

Ein Mann pflanzte einen chinesischen Bambussamen. Jeden Tag goss er ihn und pflegte die Erde sorgfältig. Nach einem Jahr war nichts zu sehen. Auch im zweiten, dritten und vierten Jahr zeigte sich kein einziger Trieb.

Viele Menschen hätten längst aufgegeben. Doch der Mann glaubte daran, dass der Samen lebte. Er goss ihn weiter, lockerte die Erde und wartete geduldig.

Im fünften Jahr geschah plötzlich etwas Erstaunliches: Innerhalb weniger Wochen wuchs der Bambus über zwanzig Meter hoch.

Fragte man, ob der Bambus in wenigen Wochen gewachsen sei, lautete die Antwort: Nein. Er war fünf Jahre lang gewachsen – unsichtbar. In dieser Zeit hatte er ein starkes Wurzelsystem entwickelt. Erst als die Wurzeln kräftig genug waren, konnte der Bambus so schnell in die Höhe schießen.

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Veröffentlicht am29. Juli 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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