Denn wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da.
Psalm 33,9
Es gibt im Moment eine Reihe von Männern, die so tun als hätten sie eine unbegrenzte Macht. Sie gebären sich so als würde ihnen die ganze Macht gehören. Donald Trump, Wladimir Putin, Xi Jinping fühlen sich als uneingeschränkte Herrscher der Welt. Wenn sie etwas anordnen, dann geschieht es. Wenn sie wollen, dann gibt es Krieg oder Frieden.
Und doch gibt es nur eine einzige wirklich unbegrenzte Macht: Die Macht Gottes. Wenn die Erde nur ein winziger Stern unter Millionen anderer ist, dann zeigt auch dies nur bruchstückhaft, wie groß Gottes Macht sein muss. Sie ist zudem eine schöpferische Macht, die aus dem Nichts Leben entstehen lässt. Sein Geist macht lebendig. Alle menschliche Macht ist dagegen im Vergleich lächerlich.
Aber noch etwas anderes an dem Satz spricht mich ungeheuer an: Es ist die absolute Verlässlichkeit Gottes. Wie oft erleben mir, dass uns mit List, Betrug und Täuschung begegnet wird: Wie viele der unzähligen Versprechen der Brexit Befürworter haben sich eigentlich erfüllt? Wie viele Versprechen von Politikerinnen und Politiker werden eingelöst? Wie oft sind wir aber auch privat enttäuscht worden durch Menschen, die uns wirklich nahestanden. Da merken wir, dass eine Kollegin über uns herzieht. Da gesteht der Ehemann nach 30 Jahren Ehe, er liebe eine Jüngere. Da zerbricht eine Freundschaft als der Freund wirklich gebraucht wurde.
Alle diese Enttäuschungen lassen Narben auf der Seele zurück. Alle zusammen lassen uns unsicher werden. Manchmal ziehen wir uns deshalb zurück, weil wir nicht mehr wissen, wem wir noch trauen können. Bei Gott ist meine Sicherheit.
Guter Vater!
Du bist der Fels, auf dem ich fest stehen kann. Danke. Amen.
Der Regenschirm
Ein kleiner Junge ging mit seinem Großvater spazieren. Plötzlich zogen dunkle Wolken auf, und kurz darauf begann es zu regnen. Der Junge schaute ängstlich zum Himmel.
„Opa, was machen wir jetzt?“
Der Großvater lächelte, öffnete einen großen Regenschirm und sagte: „Komm ganz nah zu mir.“
Während der Regen immer stärker wurde, liefen sie gemeinsam weiter. Der Junge blieb dicht an der Seite seines Großvaters. Er wurde kaum nass und fühlte sich sicher.
Nach einer Weile fragte der Großvater: „Hast du gesehen? Der Regen ist nicht verschwunden. Aber unter dem Schirm musstest du keine Angst haben.“
Der Junge nickte.
„So ist es auch mit Gott“, erklärte der Großvater. „Er verspricht nicht, dass es in unserem Leben nie Schwierigkeiten geben wird. Aber er verspricht, bei uns zu sein. Wer sich an Gott hält, darf wissen: Er lässt uns nicht allein und schenkt uns Sicherheit – mitten im Sturm.“
Der Junge lächelte. Der Regen hatte aufgehört, aber das Gefühl der Geborgenheit blieb.