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Tageslosung 3.10.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Dieses Volk da behauptet, mich zu ehren. Aber sie ehren mich nur mit Worten, mit dem Herzen sind sie weit weg von mir.
Jesaja 29,13

Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einer Frau vor Kurzem. Sie hatte sich von ihrem Mann getrennt und erzählte wie sie und ihr Ex sich die Aufgabe teilen, die Kinder zu versorgen. Und im Laufe dieses Gespräches sagte sie: „Im Nachhinein habe ich festgestellt, dass wir einige Jahre nur so nebenher gelebt haben. Mit dem Herzen waren wir schon weit weg voneinander. Es gab keine anderen Liebhaber, aber wir lebten nur noch Routine. Jetzt geht es mir besser und meinem Ex auch.“

„Wir lebten nur noch Routine“ – dieser Satz ist mir im Gedächtnis geblieben. Ich glaube, dass das ganz schnell passieren kann. Jede Beziehung und auch jede Ehe ist irgendwann Routine. Immer wenn mir jemand erzählt, er sei nach vierzig Jahren noch genauso verliebt wie zu Beginn, dann schaue ich innerlich etwas kritisch. Routine ist ja auch nicht nur etwas Schlechtes. Routine hilft, den Alltag zu bewältigen. Aber sie verdeckt manchmal auch, dass Beziehungen schon leblos sind.

Auch bei unserer Beziehung zu Gott kann das passieren. Auch sie kann zu einer gelebten Routine ohne Inhalt werden. Insofern werden wir heute mit der Tageslosung gefragt: „Wie lebendig ist meine Beziehung zu Gott?“ Wahrscheinlich reichen die Antworten von „Sehr lebendig“ bis „lange nichts mehr mit ihm zu tun gehabt“.

Menschliche Beziehungen erreichen manchmal einen Punkt, wo es einfach besser ist, sich gut zu trennen. Dann können beide in Frieden weiterleben. Auch von Gott können wir uns verabschieden. Aber im Gegensatz zu Menschen können wir zu ihm jederzeit wieder zurückkehren.

Guter Vater!

Danke für deine offenen Arme. Amen.

 

„Vergiss mein nicht!“ (Film)

Beginn einer heiter-melancholischen Liebesgeschichte um zwei Menschen, denen im Leben wohl bislang nicht allzu viel leicht gefallen ist. Joel hat sich gerade von seiner Freundin Naomi getrennt, und Clementine entkommt dem Alltagsfrust mit Schnaps und Haarfärbemittel. Joel ist heute statt zur Arbeit an den kalten Strand gefahren. Sand ist auch eine überschätzte Sache, so in diese Richtung gehen seine Gedanken, als ihm eine Frau begegnet, die genauso einsam und ratlos scheint wie er.

Dann macht Joel ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann, wenn man gerade jemanden kennen gelernt hat. Aber es hilft nichts. Der Liebe kann man nicht einmal durch Ungeschicklichkeit entgehen.

Bald jedoch nimmt die Sache eine ganz andere Wendung. Clementine scheint Joel ganz einfach nicht mehr zu kennen und hat einen neuen Lover. Freunde bringen Joel auf die mysteriöse Firma des Dr. Mierzwiak, der ein Verfahren entwickelt hat, unliebsame Erinnerungen im Kopf seiner Patienten zu eliminieren.

Es wird klar, dass Clementine ihn aus ihren Gedanken hat löschen lassen. Und nun will sich auch Joel Barish Clementine Kruczynski aus dem Sinn streichen lassen. Dazu muss er sich all die Dinge ansehen, die ihn an seine Geliebte erinnern, und der Computer verfolgt die Gehirnbahnen, um die Erinnerungsknoten zu zerstören. Während Joel im Tiefschlaf seine Liebesgeschichte rückwärts noch einmal erlebt, von der Trostlosigkeit der Streitereien in den letzten Tagen bis zum Glück der ersten Stunden, verschwinden die Details der gemeinsamen Geschichte. Zwar geht einiges schief, aber Joel und die Clementine in seinem Kopf versuchen, sich der »Säuberung« zu entziehen. Doch das Programm wird schließlich durchgezogen: Joel hat Clementine vergessen.

Am nächsten Morgen fährt er statt zur Arbeit an den kalten Strand. Und da ist eine Frau, die genauso ratlos scheint wie er selbst…

www.epd-film.de/filmkritiken/vergiss-mein-nicht-1

Info

Veröffentlicht am2. Oktober 2026

In den Neuigkeiten vonTageslosung

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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