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Tageslosung 27.9.2025

© Jens Bielinski-Gärtner
Fürchtet euch nur nicht und stärkt eure Hände!
Sacharja 8,13

„Fürchtet euch nicht.“ Es tut gut, im Moment diese Zusage zu hören, denn es gibt eine ganze Menge, was man im Moment fürchten muss. Irgendwie prasseln die schlechten Nachrichten nur auf einen ein. Manchmal hat man schon gar keine Lust mehr, den Fernseher anzumachen oder Radio zu hören. Ich erwische mich dabei, dass ich am liebsten im Moment Kinderfilme mit einer schönen heilen Welt sehe. Einfach mal abschalten.

Und dazu kommen dann manchmal auch bittere Nachrichten aus der Familie oder dm Freundeskreis, die noch einmal deutlich schwerer wiegen als alles andere. Das alles macht die Sorgen wahrlich nicht kleiner.

Was aber auch schwierig ist, ist, dass man das Gefühl hat, man kann dem Ganzen nichts entgegensetzen. Was kann ich kleines Wesen schon tun? Wie soll man sich gegen alle den Blödsinn und den Hass wehren, wie die Gewalt stoppen?

In einer anderen Übersetzung unserer Tageslosung heißt es: „Habt also keine Angst, packt zu!“ Das ist eine der Botschaften des Propheten Sacharja für sein Volk. Und der Grund für die Ermutigung ist, dass Gott fest an der Seite Israels steht. Deswegen, keine Angst haben, anpacken, zupacken.

Und genau das taten die Israeliten auch. Auch wenn große Reiche um sie herum sie bedrohten – Assyrien, Babylonien, Ägypten, Perser – sie blieben erhalten als kleines Volk. Und so ist es bis heute geblieben. Viele Israelis sehen heute genauso Gott an ihrer Seite.

Stimmt Sacharja hat doch recht. Den Kopf in den Sand stecken nützt nichts. Und angstvoll auf alle Idioten der Welt zu sehen, bringt nichts. Also anpacken.

Guter Vater!

Gut, dass du an meiner Seite bist. Mit dir kann ich mutig sein. Amen.

 

 

„Fürchte dich nicht!“ (Simone Grasi)

Eine Erzählung vom kleinen Engel zur Weihnachtszeit

„Hei, Kleiner? Wo steckst du bloß wieder?“

Der kleine Engel duckt sich noch ein wenig tiefer. Der große Engel ruft nach ihm!

Das kann nichts Gutes bedeuten…

„Hei Kleiner? Wo bist du bloß? Versteckst du dich etwa vor mir?“

Das kann der kleine Engel nicht auf sich sitzen lassen. Er ist ja schließlich kein Angsthase! Obwohl, eigentlich schon – ein wenig. So richtig mutig ist er nicht, eher ängstlich.

„Hei Kleiner, komm schnell! Gott hat einen Auftrag für dich!“

Gott hat einen Auftrag für mich? Das kann nicht sein!

„Hier bin ich! Es tut mir leid, großer Engel, aber du musst dich irren.

Ich bin hier doch der Kleinste. Gott kann sicher nicht mich gemeint haben!“

„Doch“, sagt der große Engel und lächelt geheimnisvoll, „Gott hat ausdrücklich dir diesen Auftrag erteilt! Hier ist eine Nachricht von Gott für die Hirten auf dem Feld. Du sollst ihnen diese Mitteilung überbringen. Am besten, du machst dich gleich auf den Weg – es wird schon dunkel! Das muss heute Nacht noch raus und denke bitte daran: Laut und deutlich musst du die Botschaft überbringen! Am besten du übst ein wenig auf dem Weg!“

Der große Engel streckt ihm eine Schriftrolle entgegen.

Der kleine Engel atmet tief ein. Da bleibt ihm wohl nichts anderes übrig. Er muss sich auf den Weg machen. Komisch, bei den Hirten auf dem Feld war er noch nie.

Er hat schon öfters von diesen Menschen gehört, die sind so mutig! Hirten passen Tag und Nacht auf die Schafe auf, sie beschützen sie vor all den gefährlichen Tieren und sorgen sich gut um ihre Herde. Die Hirten sind immer auf der Suche nach den besten Weiden und Wasserstellen für ihre Schafe. Dabei durchkämmen sie das Land und kommen an ganz abgelegene Stellen.

„Manche sagen auch, Gott ist wie ein Hirte“, überlegt der kleine Engel, „das stimmt auch. Gott passt auf die Menschen auf, er kümmert sich um sie und ist immer für sie da! Das ist schön!“

Was für eine Botschaft die Hirten wohl von Gott bekommen? Neugierig öffnet der kleine Engel die Schriftrolle. Er muss ja schließlich üben, um den Hirten die Nachricht klar und deutlich vorzutragen. „FÜRCHTE DICH NICHT!“, steht da in großen Buchstaben. Der kleine Engel erschrickt, was soll das bedeuten? Leise liest er noch einmal: FÜRCHTE DICH NICHT!

Der kleine Engel schaut auf. Was soll das bedeuten? FÜRCHTE DICH NICHT! Ausgerechnet die Hirten auf dem Feld, die so mutig sind, ausgerechnet ihnen soll er so eine Botschaft bringen. Wovor sollten sich die Hirten denn fürchten?

Der kleine Engel schaut sich um. Es ist dunkel geworden und da kommt wieder dieses komische Gefühl… dieses flaue Gefühl im Bauch, der dicke Kloß im Hals und das Zittern in den Händen. Die Dunkelheit hat der kleine Engel noch nie gemocht. Am Tag, wenn die Sonne scheint, da kann man alles um sich herum erkennen, alles ist vertraut. Aber wenn die Sonne untergeht und die Schatten länger werden, verändert sich alles.

„FÜRCHTE DICH NICHT!“, sagt der kleine Engel leise. Er hat einen Auftrag, er muss diese Botschaft zu den Hirten auf das Feld bringen! Da gibt es keine Ausreden! Nochmals, etwas lauter, sagt er: „FÜRCHTE DICH NICHT!“ Und irgendwie scheint die Botschaft zu funktionieren. Der Kloß im Hals wird kleiner und mit festen Händen packt er die Schriftrolle. Das komische Gefühl ist immer noch ein bisschen da, aber der kleine Engel geht entschlossen weiter.

Wenn er die Dunkelheit um sich herum betrachtet, dann ist die gar nicht so schwarz und düster. Ein feiner Schimmer ist am Himmel zu sehen.

In diesem Moment hört der kleine Engel ein seltsames Geräusch und erschrickt.

Da ist sie wieder, die Angst: das Zittern, der Kloß und das flaue Gefühl.

„Was ist das?“, der kleine Engel schaut sich um, da hinten, im Busch, da bewegt sich was…

„FÜRCHTE DICH NICHT!“, sagt da der kleine Engel, dieses Mal so ein wenig zu sich selbst. Er schluckt und sagt nochmals lauter: „FÜRCHTE DICH NICHT!“

Der kleine Engel schaut angestrengt in das Dämmerlicht, der Busch wackelt und jetzt erkennt er das Geräusch. Es ist ein leises Blöken, ganz jämmerlich klingt es. Der feine Schimmer am Himmel spendet ein wenig Licht und als der kleine Engel näher kommt, erkennt er ein Lämmchen. Es steckt in einem Dornenbusch fest und kann weder vor noch zurück!

„FÜRCHTE DICH NICHT!“, flüstert der kleine Engel und geht vorsichtig auf das Lämmchen zu. Das Lämmchen mäht leise und versucht zurückzuweichen, da sagt der kleine Engel noch einmal mit beruhigender Stimme: „FÜRCHTE DICH NICHT!“.

Da bleibt das Lamm ganz ruhig und sorgsam macht sich der kleine Engel an die Arbeit. Endlich ist die letzte Dornenranke aus der weichen Wolle gezogen und das kleine Schäfchen springt glücklich aus dem Dornenbusch. Mit vielen lustigen kleinen Bocksprüngen hüpft es übermütig über die Wiese und blökt sichtlich erleichtert! Der kleine Engel muss lachen! „Siehst du! Ich hab es dir doch gesagt: FÜRCHTE DICH NICHT!“

Der kleine Engel freut sich! Er ist so stolz, er hat es geschafft und hat das kleine Schäfchen gerettet. Zum Glück hat er sich getraut und ist dem komischen Geräusch auf den Grund gegangen!  Ab heute darf er sich einen Schutzengel nennen! Ein wohliges Kribbeln macht sich in seinem Bauch breit.

Voller Stolz und mit viel Schwung läuft er weiter. Das Feuer der Hirten auf dem Feld kann er schon sehen und auch der helle Stern in der Ferne leuchtet ihm den Weg.

Als der kleine Engel bei den Hirten angekommen ist, muss er kurz anhalten. Da ist wieder dieses mulmige Gefühl… Er, der kleine Engel, soll den Hirten eine Botschaft von Gott überbringen? Was ist, wenn er einen Schluckauf bekommt? Wenn er seinen Text vergisst? Wenn er zu leise ist und die Hirten ihn gar nicht hören können?

Der kleine Engel schluckt. Da hört er das Lämmchen leise blöken und das wohlige Kribbeln vertreibt das mulmige Gefühl im Bauch. Der kleine Engel räuspert sich und sagt laut und deutlich zu den Hirten:

„FÜRCHTET EUCH NICHT!“

Erschrocken blicken die Hirten zu dem kleinen Engel, sie haben noch nie einen Engel gesehen! Einige der tapferen Männer beginnen zu zittern, große Furcht erfasst sie.

Da sagt der kleine Engel noch einmal:

„FÜRCHTET EUCH NICHT!

Ich verkünde euch große Freude.

Heute ist der Retter geboren!

Ihr werdet das Kind finden,

in Windeln gewickelt

und in eine Krippe gelegt!“

Und noch während der kleine Engel spricht, erscheinen noch viele, viele Engel mehr und singen und jubeln:

„Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden!“

Da stehen die Hirten auf und machen sich auf den Weg, um das Kind in der Krippe zu suchen und um den Retter zu begrüßen.

Der kleine Engel schaut sich um, alle seine Freunde waren da! Sie lachen ihn an und er strahlt! Der große Engel kommt auf ihn zu und sagt: „Das hast du gut gemacht! Deine Botschaft ist angekommen! Dein FÜRCHTE DICH NICHT hat den Hirten Mut gemacht und jetzt gehen sie und begrüßen Gottes Sohn!“

Da strahlt der kleine Engel und das wohlige Gefühl macht sich wieder im Bauch breit. „Ja“, denkt der kleine Engel, „die Botschaft FÜRCHTE DICH NICHT! ist angekommen! Auch bei mir!“

www.relimentar.de/materialien/fuerchte-dich-nicht-eine-geschichte-vom-kleinen-engel/

 

Hier sind alte Andachten zu finden:

 

Info

Veröffentlicht am26. September 2025

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Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

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