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Tageslosung 26.9.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.
Sacharja 9, 10

Zur Zeit des Propheten Jesajas stellten sich die Menschen die Erde vor, wie eine Scheibe, die auf Wasser schwimmt und unter einer riesigen gläsernen Käseglocke liegt. Diese hat Löcher, aus denen es regnet. Und Gott hat den Mond und die Sterne daran gehängt. So bezeichnet die Tageslosung eigentlich: Gott ist überall auf der Erde.

Letzte Stunde in der dritten Klasse zum Thema Gebet. Die SchülerInnen hatten Gebete geschrieben, Lob, Dank, Klage, Bitte und Fürbitte. Sie hatten die kleinen Zettel auf den großen Fisch so gelegt, dass man ihre Schrift nicht lesen konnte. „Aber Herr Thamm, Gott kann die Zettel doch gar nicht lesen.“ „Wie kann Gott zwei Menschen gleichzeitig zuhören?“ Meine Antwort: „Ich weiß nicht, wie Gott das schafft. Aber er kann Tausenden Menschen auf der ganzen Welt gleichzeitig zuhören. Und er hört überall ganz genau hin.“ Reaktion eines Kindes: „Der muss viele Ohren haben, das sieht bestimmt lustig aus.“

Da treffen sich die Gedanken von Sacharja von vor 2600 Jahren und unsere heute: Gott zu verstehen ist uns nur in äußerst eingeschränkt möglich. Wir bewundern seine Größe und Macht und können sie doch nicht erfassen. Doch Sacharja als auch wir sind heilfroh, dass wir mit diesem Gott verbunden sind und er sich um uns kümmert. Sacharja hoffte auf Frieden nach vielen Jahren Krieg und Exil. Und wir hoffen auch darauf im Ganzen und im Kleinen, dass Frieden kommt. Und wir kommen mit unendlich vielen kleinen Bitten und Dank ganz persönlicher Art zu Gott.

Wir hoffen darauf, dass wir gehört werden. Wir vertrauen darauf, dass Gott nichts unmöglich ist. Und wir versuchen, unser Leben nach dem auszurichten, was Gott uns durch die Propheten und seinen Sohn hat wissen lassen.

Guter Vater!

Ich halte mich an dir fest. Amen.

  

Gott ist König

Paul und Pia waren ganz aufgeregt. Heute Nachmittag sollte es eine Sonnenfinsternis geben. Der Mond sollte die Sonne so verdecken, dass sie nur noch halb zu sehen war. „Papa, kommst du mit uns raus, wir wollen die Sonnenfinsternis sehen“, bettelten sie. „Ich komme sofort“, antwortete ihr Vater. Er kramte noch in einer Schublade herum. „Aha, hier sind sie“, sagte er und nahm etwas aus der Schublade mit. „Was ist denn das?“, fragte Paul. „Das sind Spezialbrillen“, erklärte ihr Vater. „Ihr müsst sie aufsetzen, sonst könnt ihr nicht die Sonnenfinsternis sehen.“ Eine halbe Stunde später waren alle drei wieder zu Hause. „Das sah aber klasse aus“, schwärmte Pia. „Ja, man hat richtig den Schatten des Mondes erkannt“, ergänzte Paul. „Aber Papa, warum braucht man denn eigentlich die Brillen?“, fragte Pia dann. „Die Sonne ist viel zu hell“, erklärte ihr Vater. „Man darf nicht ohne spezielle Brille in die Sonne schauen. Das helle Licht schadet den Augen.“ - „Aber bei der Sonnenfinsternis ist die Sonne ja gar nicht so hell“, erwiderte Paul. „Aber sie ist immer noch viel zu hell, als dass wir ohne Schaden hineinschauen können“, erklärte ihr Vater. „Unsere menschlichen Augen halten das nicht aus.“ Paul und Pia nickten. Sie hatten es auch so schon oft erlebt, dass die Sonne sie geblendet hatte. Die Sonne war wirklich sehr hell. „Das erinnert mich an etwas“, begann ihr Vater dann wieder. „Bei Gott ist es ähnlich. Kein Mensch kann Gott sehen. Wir müssten sogar sterben, wenn wir ihn sehen, weil er so herrlich und mächtig ist. Wir reden oft vom „lieben Gott“ und Gott ist auch voller Liebe. Aber gleichzeitig ist er der mächtigste König der ganzen Erde. Er ist einfach unbeschreiblich groß und herrlich. So ganz anders als wir Menschen.“ „Schade, dass es keine Brille gibt, mit der wir Gott doch sehen können“, überlegte Pia. Ihr Vater dachte etwas nach. Dann sagte er: „Eigentlich gibt es so etwas doch. Jesus ist wie so eine Brille. Durch ihn können wir Gott sehen. Er ist Gott, aber er ist auch Mensch geworden.“

www.derkindergottesdienst.de/glaubensgrundlagen/gottistkoenigprogramm.htm

Info

Veröffentlicht am25. September 2026

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Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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