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Tageslosung 25.9.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen.
Römerbrief 10,12

Auch, wenn dieser kleine Satz sehr unscheinbar daherkommt, so liegt doch in ihm der Erfolg des Christentums beschlossen. In dem Satz davor heißt es „Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen“. Das Christentum verändert sich von einer jüdischen Abspaltung hin zu einer Religion für alle Menschen. Und das war keineswegs ohne Gegenwehr. Auf dem Apostelkonzil, dem Treffen der Jünger Jesu mit anderen ging es hoch her zwischen Petrus und Paulus bis schließlich der Heidenmission zugestimmt wurde. Und so galt die gute Botschaft allen: Herren und Sklaven, Juden und Heiden – damals schlicht eine absolute Sensation.  

Doch für mich ist das heute noch genauso faszinierend wie damals. Als Pfarrer begegne ich ja nun den unterschiedlichsten Menschen. Von Kindern bis zu Greisen, von armen Schluckern bis hin zu den wirklich Reichen, von ganz einfachen bis zu unglaublich intelligenten Menschen. Ich finde diese Vielfalt, gerade auch in unserer Gemeinde wirklich großartig. Hinzu kommen Menschen aus allen Herren Ländern.

Und das Irre ist: Für jeden von ihnen hat die gute Botschaft Gottes eine wichtige Bedeutung. So unterschiedlich alle sind, so sehr sind die Menschen doch gleich. Alle sind wir mal unsicher und sicher, traurig und fröhlich, mutig und ängstlich, ratlos und voller Ideen. Halt Menschen. Und die brauchen nun einmal Liebe, Wertschätzung, Ermunterung, Ermahnung, Trost.

Schon Jesus wandte sich auch Menschen außerhalb seines Volkes zu. Wenn sie zu ihm kamen, schickte er sie nicht weg, sondern half ihnen. Er fühlte sich zwar zu Israel gesandt, doch sah er jeden Menschen mit den liebenden Augen Gottes an. Das tut er heute noch – auch bei Ihnen, dir und mir.

Guter Vater!

Gut, dass alle Menschen zu dir kommen können. Amen.

 

Viele Wege – ein Glaube

In der Schule sollten die Schülerinnen und Schüler eine gemeinsame Feier zum Thema „Christlicher Glaube“ vorbereiten.

In einer Gruppe saßen Anna, Lukas und Maria zusammen.

„Ich bin katholisch“, sagte Maria. „Bei uns gibt es zum Beispiel den Papst und die Messe.“ „Ich bin evangelisch“, sagte Lukas. „Bei uns ist der Gottesdienst ein bisschen anders.“ Anna erzählte: „Meine Familie gehört zur orthodoxen Kirche. Wir feiern manche Dinge anders als ihr.“ Die drei schauten sich an.

„Dann glauben wir ja gar nicht dasselbe“, meinte Lukas.

Da sagte ihre Lehrerin: „Doch. Ihr habt unterschiedliche Traditionen und Gottesdienste. Aber was verbindet euch?“

Die drei überlegten.

„Wir glauben an Jesus“, sagte Maria.

„Und an Gott“, ergänzte Lukas.

„Und dass wir füreinander da sein sollen“, sagte Anna.

Die Lehrerin lächelte.

„Genau. Christen können unterschiedlich sein – in ihren Gottesdiensten, Liedern, Gebeten und Traditionen. Aber diese Unterschiede müssen sie nicht trennen.“

Für die gemeinsame Feier hatte die Gruppe schließlich eine Idee.

Sie stellten drei Kerzen auf den Tisch. Jede Kerze sah anders aus. Eine war groß, eine klein und eine bunt verziert.

Lukas sagte: „Die Kerzen sind verschieden.“

Maria ergänzte: „Aber sie geben alle Licht.“

Anna lächelte: „So können auch Christen verschieden sein und trotzdem gemeinsam Licht in die Welt bringen.“

Und so begann ihre Feier mit drei unterschiedlichen Kerzen – aber mit einem gemeinsamen Licht.

Info

Veröffentlicht am24. September 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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