HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen.
Psalm 9,20
Dieser Satz stammt aus einem Danklied von König David. Dieser sagt Gott Danke für dessen Herrschaft. Und er beschreibt, was geschieht, wenn Menschen die Geschicke leiten: Die Armen würden dabei verlieren. Die Frevler sollen offenbar werden durch Gottes Handeln.
Und heute? Die Menschen haben längst die Oberhand gewonnen. Sie bestimmen das Schicksal der Erde, das Schicksal der Menschen. Und teilweise machen sie das einfach gut. Teilweise richten Menschen eine Katastrophe nach der anderen an. Norwegen z.B. hat alle seine Erlöse durch das Erdöl vor seiner Tür in einen Staatsfond gepackt. Es ist der größte Aktienfond der Welt. Nicht wenige sind Milliardäre geworden, sondern alle Menschen in Norwegen profitieren davon. Das Gegenbeispiel ist wohl gerade die USA. Die Politik ist dort auf die reichen Multimilliardäre ausgerichtet, egal ob sie Bezos, Zuckerberg, Musk oder anders heißen. Sie profitieren von einer Verelendung der Menschen. Sie profitieren von einem absolut sinnlosen Krieg im Iran. Er kostet 10000de das Leben, zerstört ein Land, kostet Abermilliarden und wird die schreckliche Clique der herrschenden Gewalt Mullahs nicht beenden können. Quo vadis Mensch? Quo vadis Erde?
Und so kann der Mensch beides sein: Bewahrer und Zerstörer, Hilfe oder Katastrophe, wunderbar oder schrecklich. Auch in jedem von uns stecken diese beiden Pole. Jede(r) hat gute und schlechte Eigenschaften. Und es kommt maßgeblich darauf an, welche Seiten wir in uns selber fördern. Wir müssen uns immer wieder neu entscheiden für oder gegen, so oder so. Manchmal ist es gar nicht einfach, den richtigen Weg zu finden. Aber zum Glück können wir bei dem um Hilfe bitten, zu dem auch David gebetet hat.
Guter Vater!
Gib mir die Kraft, meine guten Seiten zu stärken. Amen.
Sich selbst besiegen (Norbert Wittke)
Wer sich selbst besiegt
kann niemals verlieren.
Wer sich im Leben verbiegt
kann nichts ausbalancieren.
Sein eigenes Leben führen
ist eine sehr große Kunst.
Wenn wir Leben so spüren,
versinkt es nicht im Dunst.
Die Welt ist nicht unser eigen,
sie ist für alle gedacht.
Im Leben müssen wir es zeigen,
wir haben keine Blankovollmacht.
www.e-stories.de/gedichte-lesen.phtml?142594