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Tageslosung 24.7.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Er tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.
Hiob 9,10

Hiob verliert alles: Seine Kinder, seinen Besitz, seine Ehe, seine Gesundheit. Seine Freunde diskutieren mit ihm, warum er denn überhaupt noch an seinem Glauben festhalte. Hiob antwortet unter anderem mit der Tageslosung. Die Sätze davor und danach zeigen Gottes Anderssein und seine Größe: „Er allein breitet den Himmel aus und geht auf den Wogen des Meers. Er macht den Großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens. Siehe, er geht an mir vorüber, ohne dass ich’s gewahr werde, und wandelt vorbei, ohne dass ich’s merke.“

Hiob schafft einen Spagat, der alles andere als einfach ist. Er akzeptiert, dass er Gott nie ganz verstehen wird. Er stimmt zu, dass er Gott nie ganz erfassen können wird. Und er hält an seinem Glauben fest.

Es ist einfach, an seinem Glauben festzuhalten, wenn es einem gut geht. Dann habe ich ja kein Problem damit zu sagen: „Gott meint es gut mit mir und er sorgt gut für mich.“ Viel schwieriger ist es, an seinem Glauben festzuhalten, wenn es mir nicht gut geht und ich Gott nicht sehe und nicht verstehe.

Hiob aber hält an seinem Glauben fest. Auf der einen Seite ist es sein Denken, dass er sagt: Wer bin ich denn, dass ich meine, Gott kritisieren zu können. Und zum anderen hält er an seinem Vertrauen fest, dass alles seinen Sinn hat und Gott es gut mit ihm meint, auch wenn er es nicht sieht.

Es wäre schön, wenn ich mir Hiob und seinen Glauben zum Vorbild nehmen könnte. Ich weiß nicht, ob ich die Größe hätte, in allem Unglück an Gott festzuhalten. Und doch wünsche ich mir das Vertrauen von Hiob in Gott. Und dieses Vertrauen wurde am Ende nicht enttäuscht.

 

Guter Vater!

Schenke mir bitte den Mut zum Vertrauen. Amen.

 

Die Brücke im Nebel

Ein Wanderer musste einen hohen Berg überqueren. Plötzlich zog dichter Nebel auf. Er konnte kaum noch einen Meter weit sehen. Der Weg führte über eine schmale Hängebrücke über eine tiefe Schlucht.

Der Mann bekam Angst. Er dachte: „Wenn ich weitergehe, stürze ich vielleicht ab. Wenn ich stehen bleibe, komme ich nie ans Ziel.“

Da erinnerte er sich an die Worte seines Vaters: „Wenn du den Weg nicht sehen kannst, mach trotzdem den nächsten sicheren Schritt.“

Vorsichtig setzte er einen Fuß vor den anderen. Er konnte das Ende der Brücke nicht sehen, aber jeder Schritt brachte ihn weiter. Nach einiger Zeit lichtete sich der Nebel. Zu seiner Überraschung war er bereits auf der anderen Seite angekommen.

Später verstand er: Er musste nicht den ganzen Weg sehen – nur den nächsten Schritt gehen.

 

Info

Veröffentlicht am23. Juli 2026

In den Neuigkeiten vonTageslosung

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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