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Tageslosung 24.6.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Zeigt durch euer Leben, dass ihr euch wirklich ändern wollt!
Matthäus 3,8

Dieser Satz stammt von Johannes dem Täufer. Wie Jesus zog auch er durch Israel und predigte. Wie Jesus hatte auch er Jünger, die ihn begleiteten. Er war sehr bekannt, beliebt, aber auch gefürchtet, denn seine Botschaft war radikal. Wer sich nicht wirklich besinnt, wer sich nicht wirklich an seinen Gott hält, der wird untergehen. So wirft er vielen Juden vor, dass sie sich darauf ausruhen würden, Kinder Abrahams zu sein. Wenn sie dies aber nicht durch ihre Taten zeigen würden, dann würde auch an ihren Stamm die Axt angelegt. Als Johannes der Täufer dann Jesus begegnet, weist er auf Jesus als Sohn Gottes hin und auf das Begehren Jesu hin, tauft er ihn.

Johannes fragt uns indirekt heute auch: Passen deine Taten zu deinem Glauben? Und weiter noch: Bist du als Christin / Christ durch deine Taten erkennbar?

Es ist gut, wenn wir uns dies ab und zu fragen. Denn dann können wir einen kritischen Blick auf unser Handeln werfen. Und die Fragen richten sich nicht nur an einen Teil meines Lebens. Sie betreffen mein ganzes Leben: Schule, Beruf, Freunde, Verwandtschaft, Familie. Sie betreffen mein Verhältnis zu denen, die ich liebe ebenso zu denen, die ich nicht mag.

Wenn ich dabei unsicher werde oder sogar feststelle, dass ich teilweise falsch gehandelt habe, dann habe ich die große Chance, das zu ändern. Jesus gibt immer wieder Menschen eine neue Chance. Er verurteilt niemanden endgültig. Und ich habe auch die Chance, mich bei Menschen zu entschuldigen. Das kann sowohl für mich als auch für den / die Andere(n) eine große Befreiung sein und einen Neuanfang darstellen. Wie gut, dass wir die Möglichkeit haben, nicht in den alten Fehlern gefangen zu bleiben.

Guter Vater!

Hilf mir, einen ehrlichen Blick auf mein Leben zu richten. Amen.

 

Die raffinierte Entschuldigung

1981 wurde der Herausgeber einer Zeitung zu 40.000 DM Strafe verurteilt. Er hatte nämlich den guten Namen des Schriftstellers Heinrich Böll angegriffen.

Im 19. Jahrhundert kam man billiger weg. Der Schauspieler Beckmann hatte einen Journalisten "den größten Dummkopf der Stadt" genannt. Dafür wurde er vom Richter verurteilt, den Beleidigten in dessen Wohnung und vor Zeugen um Entschuldigung zu bitten.

Zur festgesetzten Stunde wartete der Journalist mit seinen Freunden in seiner Wohnung, dass Beckmann sich bei ihm entschuldige.

Sie brauchten nicht lange zu warten. Da läutete es. Beckmann steckte den Kopf durch die halb geöffnete Tür und fragt:

"Wohnt hier der Kaufmann Schulze?"

Der Journalist antwortet etwas befremdet: "Nein, der wohnt hier nicht."

"Ach, dann bitte ich um Entschuldigung!" sagt Beckmann ... und verschwindet.

Info

Veröffentlicht am23. Juni 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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