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Tageslosung 23.3.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland.
Jesaja 43,11

Kann man ohne an Gott zu glauben, glücklich werden? Ja. Kann man ohne an Gott zu glauben, ein sinnvolles Leben führen? Ja. Kann man ohne an Gott zu glauben, ein erfülltes Leben leben? Ja. Alle drei Fragen sind eindeutig mit ja zu beantworten. Natürlich ist ein sinnvolles, erfülltes und glückliches Leben ohne Gott möglich. Nur ich kann es mir für mich nicht vorstellen. Für MICH gehört zu einem erfüllten, glücklichen und sinnvollen Leben selbstverständlich Gott dazu. Aber das ist mein eigener Glaube. Und ich erzähle allen anderen davon, was es für mich bedeutet, dass Gott mich in meinem Leben begleitet. Aber ich biete diesen Glauben als Vorbild an. Niemals würde mir ein Spruch über die Lippen kommen, der lautet: „Du kannst nur mit Gott wirklich glücklich werden!“ Das wäre einfach Quatsch.

Und so ist der Satz, den Jesaja im Auftrag Gottes sagt, ein Glaubenssatz. Er entspringt dem Glauben des Menschen an Gott. Und ich kann seine Wahrheit nicht beweisen. Es gibt keine logische Schlussfolgerung, aus der sich Gottes Hilfe beweisen lässt. Es kann mir aber auch schlicht niemand das Gegenteil beweisen. Niemand kann Gottes Wirklosigkeit schlüssig beweisen.

Und so sind wir hier im Bereich des Glaubens angekommen. Ein Glaube muss und kann sich nicht beweisen. Ein Glaube aber kann gelebt, erlebt und vorgelebt werden. Und man kann aus den Handlungen der Glaubenden vielleicht Rückschlüsse ziehen. Aber auch das wäre kein Beweis.

Und so lebt es sich mit dem Glauben sehr gut. Es ist mein Glauben. So wie ihn gibt es ihn wahrscheinlich kein zweites Mal auf der Welt. Ich muss nichts beweisen oder mich rechtfertigen. Mein Glaube ist pure Freiheit, die ich jeden Tag wieder neu genieße.

Guter Vater!

Danke für meinen Glauben. Amen.

 

Gott ist unsichtbar (Michael vom Ende)

ELBISIVNI rückwärts heißt: Invisible – unsichtbar. So ist Gott. Ein Problem?

Vom 26. September letzten Jahres bis zum 24. Januar war es im Ständehaus in Düsseldorf zu besichtigen: „The Problem of God“ − das Problem Gottes. So lautete der Titel einer Ausstellung mit ungefähr 120 Werken zeitgenössischer Künstler. Zu sehen waren Werke, die Bezug nehmen auf christliche Symbole oder Themenfelder.

Der Ausstellung den Titel gegeben hatte ein Werk des Tschechen Pavel Büchler. Seine Installation dabei war ein Buch ohne Titel, in dessen Seiten er eine Vergrößerungslinse geschoben hat. Spiegelbildlich und vergrößert ist zu lesen: ELBISIVNI. Liest man es rückwärts, ergibt sich das aus dem Lateinischen stammende Wort „invisible“ − unsichtbar. Die englische Formulierung „The Problem of God“ kann im Deutschen beides bedeuten: dass Gott das Problem ist oder dass er eins hat. Und beide Male hat es mit seiner Unsichtbarkeit zu tun.

Gott ist das Problem und er hat ein Problem

Wir können Menschen sehen, die an Gott glauben: die Christen. Wir können ein Buch lesen, das von Gott berichtet: die Bibel. Wir können ein Produkt bestaunen, das Gott gemacht haben soll: die Schöpfung. Wir können das Morden anprangern, das sich auf Gott berufen hat: die Kreuzzüge. Aber wir können Gott nicht sehen. Und damit wird alles problematisch: Gibt es ihn denn überhaupt? Ist er am Ende eine große Erfindung von ungeheuer kreativen Menschen?

Das sind beileibe keine neuen Fragen. Gott ist das Problem. Weil Gott unsichtbar ist, sind diese Fragen bis heute nicht verstummt. Aber mit der Zeit sind sie immer leiser geworden. So leise, dass sie heute fast nicht mehr zu hören sind. Und damit hat Gott, wenn es ihn doch gibt, ein Problem: Keiner interessiert sich für einen Unsichtbaren! Oder doch? Oder doch gerade für einen Unsichtbaren?

Gott ist unsichtbar − und das ist auch gut so!

Gott ist unsichtbar. Das hat Pavel Büchler sehr eindrücklich dargestellt. Im zweiten Teil der Bibel steht ein Satz, der beim ersten Lesen irritiert und verwirrt: „Wir sehen nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.“ (2. Korinther 4,18). Dieser Ausspruch stammte von einem, der von der Wirklichkeit und Existenz Gottes überzeugt wurde, als er gerade zeitweise erblindet war. Er lernte, dass es neben den Augen im Kopf auch die Augen des Herzens gibt, mit denen er das Unsichtbare sehen konnte.

Und dann schiebt der Autor eine Begründung nach, die uns modernen wissenschaftsgläubigen, aufgeklärten und zeitvergessenen Menschen so schwer einsichtig ist: Alles, was wir sehen, ist endlich. Alles, was wir wissenschaftlich erfassen können, ist endlich. Unsere Häuser verrotten, unsere Gesellschaftsformen sind irgendwann überholt, unsere Körper und unser Leben sind bei und trotz aller Pflege vergänglich. Nur der unsichtbare Gott und seine Welt überdauern alles und sind ewig. Bitten wir doch gemeinsam Gott, uns den Blick auf das Unsichtbare zu gewähren. ELBISIVNI – Unsichtbar. So ist Gott. Das ist ein Problem – und gleichzeitig ist das gut so.

 

www.erf.de/lesen/themen/glaube/gott-ist-unsichtbar/2803-542-5467?mtm_campaign=erf-de&mtm_source=googleAds&mtm_medium=paid&gad_source=5&gad_campaignid=22669944616&gclid=EAIaIQobChMIq7Sngpa0kwMVjpBQBh18IQXMEAAYBCAAEgIQJfD_BwE

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Veröffentlicht am22. März 2026

In den Neuigkeiten vonTageslosung

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Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

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