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Tageslosung 22.4.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.
2. Timotheus 3,16

Bei meinen Großeltern väterlicherseits gab es eine Tradition: Morgens wurde die Losung vorgelesen, eine Andacht dazu gehört und ein Stück Bibellese gehalten. Die Bibellese folgte einem Bibelleseplan, den es auch heute noch gibt. Er schlägt Stücke aus der Bibel vor, so dass man mit der Zeit einmal durch die Bibel kommt. Eine gute Tradition.

Auch bei den Andachten zur Tageslosung kommt man durch die verschiedenen Teile der Bibel. Ebenso beim Schreiben der Predigten. Manche Texte lassen mich etwas genervt zurück, weil es wieder einmal die 45. Warnung vor dem Abfall von Gott ist. Andere Texte bekommen sofort meine innere Zustimmung. Am spannendsten aber sind die Texte, über die ich mich ärgere oder die ich nicht verstehe. Dann nämlich bin ich gezwungen, mich deutlich näher mit ihnen auseinanderzusetzen. Und dabei entdecke ich manches Überraschendes.

Überhaupt werde ich ganz oft wieder infrage gestellt. Denn automatisch frage ich mich bei den Texten der Bibel: Was haben sie mit mir selbst zu tun? Ärgern sie mich und wenn ja warum. Lassen sie mich ratlos zurück und wenn ja warum. Freue ich mich über sie und wenn ja warum. Und schließlich werde ich auch immer wieder gefragt: Hältst du dich eigentlich selbst an das, was da angesprochen wird? Bist ich selbst so freundlich, gnädig, treu, demütig, besonnen, geduldig, und, und, und … - wie es dort im Bibeltext angesprochen wird? Und ich ertappe mich oft dabei, dass ich dann nachdenklich werde. Das alte Sprichwort stimmt: „Wenn du mit dem Finger auf jemand anderen zeigst, dann zeigen dabei drei Finger auf dich selbst.“ Bibel lesen ist also wahrlich nichts Verstaubtes. Es gibt doch bestimmt auch bei dir / Ihnen eine Bibel 😉.

Guter Vater!

Danke, dass ich durch dein Wort immer wieder nachdenklich werden kann. Amen.

 

Das Funkgerät (Heidi Schilling)

In einer riesigen Staubwolke fuhr der Jeep nach Joroco. Die Frauen, mit ihren Lasten auf dem Kopf, versuchten in den Busch auszuweichen. Wer der Straße entlang seine Körbe und Matten zum Verkauf ausgebreitet hatte, blieb sitzen in der Hoffnung auf ein gutes Geschäft. Doch der Jeep fuhr unentwegt weiter. Er brachte Post für Joroco.

Vor der Krankenstation hielt er an. Schwester Eliane wäre am liebsten aufgesprungen, denn seit Wochen hatte sie keine Post mehr bekommen. Doch zuerst mußte sie die Wunde am Kopf eines Knaben fertignähen, der den Hörnern einer Kuh zu nahegekommen war.

Endlich war der letzte Stich getan, die Wunde verbunden und die Pemcillinspritze gemacht. Schwester Eliane wusch sich die Hände. Ein ganzes Bündel Briefe lag auf ihrem Tisch. Schnell ein Blick auf die Absender! Einer war von ihrer Mutter, das hier war die Schrift ihrer Freundin. Oh, und da! Der liebe alte Pfarrer von zu Hause! Und hier einer mit maschinengeschriebener Adresse. Schwester Eliane riss ihn auf. Er war vom Augenarzt, der zweimal im Jahr vorbeikam, um die nötigsten Augenoperationen zu machen. Er kündigte für die folgende Woche seine Ankunft an.

So schnell hatte ihn Schwester Eliane nicht erwartet. Die Augentropfen! durchfuhr es sie. Sie ließ die Briefe liegen und öffnete einen Schrank. Ja, sie hatte zu wenig. Hunderte von Kilometern entfernt, in der Hauptstadt, gab $s welche. Schwester Eliane konnte nicht selber hingehen, aber sie hatten eine Funkverbindung mit den Missionaren dort. Sie musste sie nun bitten, dem Augenarzt das Medikament mitzugeben.

Jeden Tag um drei Uhr wurde auf beiden Seiten das Funkgerät eingeschaltet und die Missionare konnten miteinander Verbindung aufnehmen. So war das abgelegene Joroco doch nicht ganz von der Welt abgeschnitten.

Pünktlich um drei Uhr saß Schwester Eliane vor dem Gerät. »Hallo, hallo! Joroco ruft Salem! Bitte antworten!« Es knisterte und knatterte im Apparat, aber es kam keine Antwort. Sie sind noch nicht dran, dachte die Schwester und wartete ein paar Minuten. »Hallo, hallo, bitte antworten, Joroco ruft Salem!« Wieder kein Echo. Dann ein dritter Versuch. Wieder nichts. Eliane prüfte nach, ob alles richtig eingestellt war und rief Salem noch und noch. Heute wäre es so wichtig gewesen, die Verbindung zu bekommen. Eine ganze Stunde blieb sie am Apparat und wiederholte ihr Sprüchlein: »Hallo, hallo, Joroco ruft Salem! Bitte antworten!« Vergeblich! Sa­lem hatte vergessen, das Gerät einzuschalten.

Hoffentlich ist es auch morgen noch früh genug, dachte Eliane besorgt und ging in ihr Zimmer. Nun wollte sie endlich ihre Briefe lesen. Sie lagen neben ihrer Bibel auf dem Tisch. Ja, die Bibel! Schon zwei Tage lang hatte sie nicht darin gelesen. Die viele Arbeit und die große Müdigkeit! Vielleicht hatte Gott schon die ganze Zeit mit ihr sprechen wollen und sie hatte nicht eingeschaltet?

Sie stellte sich vor, wie er es immer wieder versucht haben könn­te. »Hallo, mein Kind! Hier spricht dein himmlischer Vater, bitte antworten!« Sie schlug die Bibel auf und las: »Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt nach dem Volk, das sich nichts sagen lässt...« Nicht nur eine Stunde. Den ganzen Tag, monatelang, jahre­lang, seit Hunderten von Jahren ruft Gott Menschen, die nicht hö­ren wollen. So stark und tief ist die Liebe Gottes, dass er nicht auf­hört zu rufen. Schwester Eliane stellte erschüttert auf Empfang: Sie bat Gott um Hilfe bei der Zeiteinteilung und um Freude am Lesen seines Wortes.

Info

Veröffentlicht am21. April 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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