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Tageslosung 20.1.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Viel Träumen führt zu viel Sinnlosigkeit, viele Worte auch. Darum nimm Gott ernst!
Prediger 5,6

Ich finde es überhaupt nicht schlimm, Träume zu haben. Träume motivieren Menschen, geben ihnen Antrieb. Der Traum von einem besseren Leben bringt viele Menschen z.B. dazu, in die Ferne zu ziehen. Früher Deutsche nach Amerika, heute Menschen aus Afrika nach Europa. Manchmal erfüllen sich die Träume, manchmal nicht.

Allerdings habe ich auch einmal etwas mit Träumen erlebt, das mich zum Schmunzeln gebracht hat du gleichzeitig nachdenklich gemacht hat. Bei einem Traugespräch forderte ich die zukünftigen Eheleute auf, zu träumen. Wie würde in 10 Jahren ihr Leben aussehen. Die Frau antwortete: „Ein Haus, zwei Kinder, ein Hund.“ Der Mann antwortete: „Ich sitze im Himalaya auf dem K2 und meditiere.“ Die Frau und ich waren irritiert.

Was der Prediger allerdings hier sagen möchte, ist, dass völlig unrealistische Träume einen von der Realität entfernen. Sie nehmen einem sogar die Möglichkeit, gut zu leben. Ja, sie verhindern vielleicht sogar, eine realistische Lebenseinschätzung und eine gute Lebensplanung. Wer nur seinen Träumereien hinterherläuft, verpasst das wahre Leben.

Wer dagegen Gott mit in sein Leben holt, der wird auch von ihm immer mal wieder erinnert, was die wirklich wichtigen und sinnvollen Ziele und Dinge im Leben sind. Die Ehrfurcht vor Gott, lässt uns auch mal kritisch auf die eigenen Pläne und Träume gucken. Manchmal ist das notwendig, weil wir selbst so wenig Distanz zu unseren Plänen, Träumereien und Hoffnungen haben. Also, der Prediger fasst einen guten und selbstkritischen Lebenswandel in dem Satz zusammen: „Nimm Gott ernst!“

Guter Vater!

Bitte sei ein Korrektiv für meine Träume und Pläne. Amen.

 

Die Sonne scheint auch bei Regen (Elke Bräunling)

 

„Sonne!“, sagt ein Mann. „Ich wünsche mir Sonne. Sie macht die Welt fröhlich. Und mich auch.“
„Die Sonne?“, fragte eine Frau. „Dieses unerträglich heiße Ding soll fröhlich machen? Ha! Dass ich nicht lache! Wenn es nach mir ginge, könnte ich auf sie für eine lange Zeit gerne verzichten.“ Sie machte eine wegwerfende Handbewegung und ging ins Haus zurück.
„Sonne ist toll!“, ruft ein Kind und klatscht vor Freude in die Hände. „Es ist dann hell, ich muss keine Jacke und Mütze tragen und ich kann draußen spielen und ins Freibad gehen.“ Es blickt zum Himmel und fragt: „Wann wird wieder ein Sonnentag sein?“
„Bald!“, antwortet der Mann.
„Und warum mag die Frau die Sonne nicht leiden?“, erkundigt sich das Kind.
„Das weiß ich nicht.“ Der Mann zuckt mit den Achseln. „Sie kämpft ein bisschen mit ihr. Es gibt diese Zeiten im Leben.“
„Mit der Sonne kämpfen? Wie geht das?“
Die Frau hat diese Frage gehört, doch sie schweigt. Sie weiß, dass sie gelogen hat. Früher nämlich hat sie das Leben mit Sonne, mit sehr viel Sonne, über alles geliebt, aber der Kummer, der ihr das Leben in diesen letzten Jahren gebracht hat, hält sie in ihrer dunklen Wohnung am Schreibtisch fest. Die Fröhlichkeit der anderen, die sie bei Sonnenschein sieht und hört, tut ihr gerade viel zu sehr weh und sie fühlt sich besser vom Dunkel der Wolkentage schützend umhüllt. Sie hat sich auch viel Arbeit mit nach Hause gebracht.
„Die Sonne verlockt zur Faulheit und zu Träumereien, und beides kann ich mir nicht mehr leisten“, murmelt sie daher nur.
Sie lugt aus dem Fenster. Tiefgraue Wolken hängen am Himmel, Wind fegt durch die Kronen der Bäume in ihrem frischgrünen Laub. Gleich würde es zu regnen beginnen.
„Perfekt.“ Die Frau nickt. „So muss ich nicht fröhlich sein, denn es sieht auch draußen nicht nach Fröhlichkeit aus.
Sie blickt auf das Kind, das nach der Hand des Mannes gefasst hat, und zu den Wolken hinauf sieht. Das Bild, es ist so traurig und es stimmt traurig. Erste Tränen tropfen über die Wangen der Frau, dann, endlich, kann sie wieder weinen.
„Die Sonne scheint auch bei Regen“, murmelt sie.
Die Sonne, die durch eine Wolkenlücke lugt, lächelt.
Alles wird gut. Es braucht nur manchmal seine Zeit.

 

geschichtenseiten.de/2020/10/09/die-sonne-scheint-auch-bei-regen/

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Veröffentlicht am19. Januar 2026

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Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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