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Tageslosung 18.6.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Als aber der Pharao sah, dass Regen, Donner und Hagel aufhörten, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz.
2. Mose 9,34

Der Pharao liebt die billigen israelitischen Arbeitskräfte. Sie bauen für ihn Städte, Pyramiden und Straßen. Sie sind versklavt und haben zahlenmäßig und von der Ausrüstung her keine Chance gegen ein hochgerüstetes Heer. So scheint ihr Schicksal besiegelt.

Doch Gott will sein Volk befreien. Er beruft Mose zum Führer des Volkes und zum Gegenspieler des Pharaos. Als Druckmittel suchen verschiedene Plagen das Land Ägypten und seine Bewohner heim. Doch der Pharao stellt sich weiterhin gegen Gott, was schließlich zum Tod aller erstgeborenen Kinder der Ägypter führt. Erst dann lässt der Pharao das Volk Israel ziehen.

„Ein verhärtetes Herz“. Das kennen wir auch heute. Ich habe noch den Satz eines Bruders im Kopf, der beim Beerdigungsgespräch sagte: „Mein Bruder hat verschissen. Wenn der zur Beerdigung kommt, kriegt der voll einen in die Fr…. Was der gemacht hat, kann man nicht vergessen.“ Ich weiß noch, dass ich etwas entsetzt war, ob der Endgültigkeit der Aussage. Es schien, als gäbe es keinerlei Chance mehr auf Versöhnung. Nun, der Bruder erschien nicht bei der Beerdigung.

Ein verhärtetes Harz ist nicht nur für den schwierig, den die Härte trifft. Ein verhärtetes Herz ist auch für den Besitzer nicht gut. Ein Herz will eigentlich lieben und geliebt werden. Es ist nicht dazu geschaffen, zu verhärten. Und meine Erfahrung ist es, dass es heftige Konsequenzen auch für das eigene Leben hat.

Vielleicht fragen wir uns heute einmal selbst. Ist mein Streit wirklich endlos oder gibt es nicht doch eine Chance auf Versöhnung. Gott auf jeden Fall würde sich über ein weiches Herz sicherlich freuen.

Guter Vater!

Gib uns ein weiches Herz. Amen.

 

Eine kurze Parabel

Ein alter Mann trug jahrelang einen Stein in seiner Tasche. Jedes Mal, wenn er an seinen Bruder dachte, der ihn einst verletzt hatte, umfasste er den Stein und erinnerte sich an den Schmerz. Mit den Jahren wurde der Stein glatt, aber sein Herz blieb hart.

Eines Tages traf er seinen Bruder wieder. Der Bruder sagte nur: „Ich habe oft an dich gedacht und wünsche mir Frieden.“ Der alte Mann griff nach dem Stein in seiner Tasche – und bemerkte, wie schwer er geworden war. Da legte er ihn auf den Boden und antwortete: „Dann lass uns neu anfangen.“

In diesem Moment verlor der Stein sein Gewicht. Nicht weil er leichter wurde, sondern weil das Herz des Mannes es wurde.

 

Info

Veröffentlicht am17. Juni 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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