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Tageslosung 18.5.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Nicht uns, HERR, nicht uns – nein, deinen Namen bringe zu Ehren! Wir wissen doch, dass du gütig und treu bist!
Psalm 115,1

Irrsinnige Summen investieren große Firmen, um den Namen eines Produkts oder der Firma groß herauszubringen. Zig Tausende Euro kostet ein Werbespot im Fernsehen oder auch im Internet. Und wenn man es geschafft hat, den Namen positiv bekannt zu machen, dann kann man Geld verdienen. Mit ganz viel Einsatz und Glück wird der Name zu einem Begriff für die Gattung, wie z.B. bei „Tempo“, „Zewa“ und anderen Produkten.

Hier im Psalm läuft es genau anders herum. Hier legt der Psalmbeter Wert darauf, dass der Name Gottes zu Ehren gebracht wird und er selbst tritt dahinter völlig zurück. „Nicht unser Name ist wichtig, sondern dein Name Gott.“

Und er steht damit in einer großen biblischen Tradition. Schon die Propheten wiesen von sich selbst weg auf Gott. Sie verstanden sich lediglich als Überbringer von Nachrichten und als Sprachrohr Gottes. Jesus führt dies in gewisser Weise fort. Oftmals geht er beiseite, weg aus dem Trubel. Vielen Geheilten befiehlt er, es nicht in die Welt hinauszuposaunen. Und auch seine Verkündiger und seien sie noch so groß und erfolgreich, wie Paulus oder Petrus weisen stets von sich weg auf Gott und seinen Sohn. Sie treten hinter der Verkündigung zurück.

Und wir? Nehmen wir uns auch zurück? Sind wir eher demütig oder verweisen wir gerne auf uns selber? Sich selbst zurückzunehmen ist eher ungewohnt. Wir werden ja dauernd angehalten, es anders zu machen. Und doch liegt gerade in der Demut eine ganz außerordentliche Kraft. Sie hält sich mit allem an Gott, sein Wort und seine Liebe und daher ist sie bereit, dankbar alles zu empfangen und hat so teil an Gottes Kraft.

Guter Vater!

Ich weise auf dich und deine große Liebe zu uns. Amen.

 

Sein Werk

Der Regen hatte die staubigen Gassen von Jerusalem dunkel gefärbt. Händler packten schweigend ihre Waren ein, während am Rand des Tempelplatzes ein junger Steinmetz namens Eliab seine Hände betrachtete. Sie waren rau, voller kleiner Schnitte, grau vom Kalkstein.

Vor ihm stand eine Säule, die er wochenlang bearbeitet hatte. Fein geschwungene Linien liefen über den Stein, Weinreben und Granatäpfel, so lebendig, dass manche Besucher stehen blieben und staunten.

„Du wirst bald bekannt sein“, sagte sein Freund Ruben und klopfte ihm auf die Schulter. „Jeder spricht von deiner Arbeit.“

Eliab lächelte zuerst. Doch in derselben Nacht konnte er nicht schlafen. Immer wieder hörte er die Worte: bekannt sein. Sie klangen süß — und schwer zugleich.

Am nächsten Morgen kam ein alter Priester vorbei. Lange betrachtete er die Säule, strich mit den Fingern über die Muster und nickte langsam.

„Schön“, sagte er schließlich.

Eliab wartete auf mehr. Auf Lob. Auf Bewunderung.

Doch der Priester blickte zum Himmel und sprach leise:
„Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre.“

Dann ging er weiter.

Die Worte trafen Eliab härter als jeder Hammer auf Stein. Den ganzen Tag dachte er darüber nach. Er erinnerte sich daran, wie sein Vater ihm einst das Handwerk beigebracht hatte. Wie der Stein aus den Bergen kam. Wie selbst seine Kraft nur Atem war, geliehen für kurze Zeit.

Als die Sonne unterging, setzte Eliab sich vor die fertige Säule. Zum ersten Mal betrachtete er sie nicht als sein Werk.

Er sah nur einen Stein, der etwas von Gottes Schönheit widerspiegelte.

Und das genügte ihm.

 

Info

Veröffentlicht am17. Mai 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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