Der HERR, euer Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein leidenschaftlich liebender Gott.
5. Mose 4,24
Der Vers der Tageslosung geht weiter mit den Worten: „…,der es nicht hinnimmt, wenn ihr irgendetwas anderes außer ihm verehrt.“ Es geht also wieder einmal um den Streit der Götter untereinander. Der Gott Israels stellt fest, dass er der Einzige ist, worauf die Menschen sich wirklich verlassen können und sollen.
Diesen Wettstreit der Götter gibt es heute nicht mehr, wenn man davon absieht, dass Gott heute im Wettstreit mit so vielen anderen Denkweisen, Individualitäten und Zeitgeistern ist.
Doch die Tageslosung stellt uns noch einmal sehr deutlich verschiedenes vor Augen.
1. Gott ist ein kräftiger Gott. Der Psalm spricht von einem verzehrenden Feuer. Auch wenn die Menschheit heute die Möglichkeit besitzt, die Schöpfung langsam oder durch einen schnellen Atomschlag zu vernichten, sind ihre Möglichkeiten mit denen Gottes überhaupt nicht zu vergleichen. Der Gott, dessen Wort die Macht hat, Universen zu schaffen, ist unvergleichlich.
2. Gott ist nicht nur der gütige alte Mann im Himmel mit einem langen Bart und unendlicher Geduld. Gott ist auch manchmal zornig und wütend, beleidigt, verletzt. Gott wendet sich auch ab, Gott ist manchmal nicht zu finden und bleibt der Verborgene.
3. Der Psalm spricht zum Glück auch von der leidenschaftlichen Liebe Gottes. Und sein Sohn hat uns bezeugt, dass diese Liebe seines Vaters uns gilt. Aus dieser freien Entscheidung Gottes heraus leben wir.
Guter Vater!
Ich stehe staunend vor deiner Größe. Amen.
Auf Gottes Zusagen vertrauen (Astrid v.Knebel Doeberitz)
Bin ich in Nöten
und die Angst kommt dazu,
könnte das den Glauben töten
in einem Nu?
Wie soll alles weitergehen?
Was wird mit meinem Leben geschehen?
Ist der Mensch ganz auf sich gestellt
in dieser oft so rücksichtslosen Welt?
„Warum lässt Gott das zu?“ fragt er
oder aber meint, Gott gäbe es nicht mehr.
Kurzsichtig ist beides gedacht,
denn Gott nie einen Fehler macht.
Wir können Gott nicht erfassen mit unserem Verstand,
hält er doch das ganze Weltall in seiner Hand.
Nichts ist ihm zu groß und nichts zu klein.
Weißt du’s noch nicht: Er will dein Helfer sein,
holt raus aus der Ich-Bezogenheit,
vom Dunkeln in die Helligkeit.
Jesus Christus sagt:
„Ich habe dafür gebetet, dass euer Glaube nicht aufhört“;
warum also bin ich manchmal so verstört?!
Nicht auf mich will ich weiterhin schauen,
sondern in allem auf seine Zusagen bauen.
Gottes Hilfe ist da,
ich sag zu seinen Wegen ja!
Denn: Glauben heißt Vertrauen und ist mehr als Theorie.
doch wer nicht will, erkennt das leider nie.
www.e-stories.de/gedichte-lesen.phtml?90987