Führe mich aus dem Kerker, dass ich preise deinen Namen.
Psalm 142,8
Der arme David ist in Bedrängnis. Er ist ein Kämpfer für seinen König und macht sich als Krieger schnell einen Namen. Er ist so beliebt, dass der König eifersüchtig auf ihn wird. Und so lässt er David verfolgen und jagen. Dieser flüchtet sich in seiner Not in eine Höhle und betet dort. Er fühlt sich wie gefangen und weiß nicht wohin er gehen soll.
Ich glaube so wie David damals fühlen sich viele Menschen heute auch noch. Auch wenn man nicht real in einem Gefängnis sitzt, kann man sich doch trotzdem wie gefangen fühlen. Und es gibt so vieles, was Menschen gefangen nehmen kann: Angs kann einen Menschen gefangen halten, Schuldgefühle oder Scham können lähmen. Abhängigkeiten von Alkohol, Drogen, Glücksspiel oder sozialen Medien. Gewohnheiten, Routinen, Erwartungen anderer, Beziehungen, Geldsorgen, Arbeitsdruck, vergangene Ereignisse, Zwang, Liebe, und, und, und … Ein Mensch kann körperlich frei sein und sich trotzdem innerlich gefangen fühlen.
Ich habe ein Gespräch vor Augen, in dem mir eine Frau erzählte, wie sehr sie die Sucht ihres Mannes jahrzehntelang gefangen hielt. Es hörte sich schon beim reinen Zuhören grausam an.
Führe mich Gott aus dem Gefängnis. Zeige mir einen Ausweg, den ich nicht sehe. Gib mir Kraft und Mut, damit ich mich verändern kann. Ich schaffe es nicht alleine. Ich brauche deine Hilfe. Das, was mich gefangen nimmt, ist stark und ich fühle mich schwach. Aber eines weiß ich genau: Du bist stärker als alle Gefängnisse der Welt zusammen. Nichts hat deine Macht und deine Kraft. Und so setze ich meine Hoffnung auf dich. Du kannst mich befreien. Ziehe mich heraus, rette mich.
Guter Vater!
Zeige mir gute Wege. Amen.
Kaufsucht – Einkaufen mit Zwang
Frustkäufe kennen wir alle. Aber wer dauerhaft einem immer wiederkehrenden Kaufzwang nicht widerstehen kann und die Kontrolle über sein Kaufverhalten verliert, gilt als kaufsüchtig. Umfragen haben ergeben, dass fünf Prozent der Deutschen als stark kaufsuchtgefährdet gelten. Die Dunkelziffer liegt vermutlich viel höher. Was Kaufsucht ist, wie sie entsteht und welche Folgen der Zwang auf die Betroffenen hat, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel. Wir geben außerdem Tipps zur Bekämpfung der Sucht und informieren Sie über Beratungsstellen.
Von einer Kaufsucht spricht man, wenn Menschen wiederholt und exzessiv Dinge kaufen, um negative Gefühle zu verdrängen. Dabei landen Produkte im Warenkorb, für die sie keinen Bedarf und keine Verwendung haben.
Die Gedanken der Betroffenen kreisen ständig um konsumbezogene Themen, manche recherchieren stundenlang Produktbeschreibungen im Internet. Obwohl sie wissen, dass ihr Verhalten nicht normal ist, können Süchtige dem Kaufzwang nicht widerstehen und geben ihm schließlich nach. Den Betroffenen geht es dabei selten um Besitz. Im Mittelpunkt stehen das Erlebnis und das Belohnungs- und Glücksgefühl beim Einkaufen. Das Stimmungshoch nach dem Kauf hält bei vielen Kaufsüchtigen jedoch nur kurz an. Danach stellen sich meist Schuldgefühle ein, die dann wiederum mit einem neuen Kauf verdrängt werden.
Ob es sich bei der Kaufsucht tatsächlich um eine Sucht handelt, wird von Fachleuten noch diskutiert. Aktuell ist sie nicht als psychische Störung anerkannt und keine eigenständige Diagnose, sondern wird als Störung der Impulskontrolle eingeordnet.
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