Navigation überspringen
Startseite
  • Seelsorge & Beratung
    • Telefonseelsorge
    • Notfallseelsorge
    • Krankenhausseelsorge
    • Schutzkonzept gegen Sexualisierte Gewalt
    • Diakonie
  • Lebensschritte
    • Kircheneintritt
    • Taufe
    • Konfirmation
    • Trauung
    • Bestattung
  • Gottesdienste
    • Kalender
  • Gemeindeleben
    • Kalender
    • Kinder & Familien
    • Jugendliche
    • Erwachsene
    • Kirchenmusik
    • Kirchenmusikflyer
  • Evangelisch in Neuss
    • Ev. Kindergärten
    • Ev. Schulen
    • Ev. Religionsunterricht
    • Familienbildungsstätte
    • Erwachsenenbildung
    • Förderverein Christuskirche
    • Geschichte
    • Neuigkeiten-Archiv
  • Kontakt
    • Ansprechpersonen
  • Gemeinden
    • Evangelisch in Neuss
    • Stadtgemeinde Neuss
    • Kirchengemeinde Neuss-Süd
    • Kirchengemeinde am Norfbach

Tageslosung 17.7.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
HERR, sieh herab von deinem Himmel, wo du in Heiligkeit und Hoheit thronst! Wo ist deine brennende Liebe zu uns? Wo ist deine unvergleichliche Macht?
Jesaja 63,15

Die nachfolgenden Sätze der Tageslosung zeigen, in welche Richtung die Sätze des Propheten Jesaja gemeint sind. „Hast du kein Erbarmen mehr mit uns? Wir spüren nichts davon, dass du uns liebst!“

Dies ist eine menschliche Erfahrung, die wir alle schon mit Gott und seinem Wirken gemacht haben. Wir fühlen uns nicht gesehen und nicht beachtet. Oder das, was wir uns wünschen – das, worum wir gebeten haben, tritt nicht ein. Und es bewegt uns je mehr, desto wichtiger es für uns ist. Wenn eine Klassenarbeit daneben geht, obwohl wir gebetet haben, dann werden wir es wahrscheinlich schnell vergessen. Wenn wir vergeblich für einen sterbenden Freund gebetet haben, dann ist die Enttäuschung umso tiefer.

Enttäuscht zu sein ist absolut menschlich. Was aber passiert, wenn die Enttäuschung zu groß ist bzw. sich eine Enttäuschung an die andere reiht? Dann laufen Menschen Gefahr, ihren Glauben zu verlieren. Und das geschieht ja tatsächlich auch ab und zu. Aber genauso kann es auch wieder anders herum geschehen. Durch positive Erfahrungen, durch Nähe kann Glauben entstehen und oder wachsen. Enttäuschungen aber müssen nicht unbedingt dazu führen, dass sich Menschen von Gott abwenden. In der Begleitung Sterbender habe ich oft erfahren, dass sich die Menschen und ihre Gebete verändern. Zuerst gibt es nach einer niederschmetternden Diagnose Auflehnung und nicht Wahrhabenwollen. In dieser Zeit beten Menschen oft um eine vollständige Genesung, ein Wunder. Es gehört auch eine Zeit des Verhandelns mit Gott dazu. „Wenn das und das geschieht dann tue ich …“ Doch in den allermeisten Fällen akzeptieren die Menschen ihren Weg des Lebens und des Sterbens. Und dann bitten sie oft um ein gnädiges Ende oder für die Angehörigen.

Guter Vater!

Lege gute Worte in meinen Mund. Amen.

  

Mit Enttäuschung umgehen

Lena hat sich seit Wochen auf einen Schreibwettbewerb in der Schule vorbereitet. Das Thema war „Mein besonderer Ort“. Lena schrieb über den kleinen Garten ihrer Großmutter. Sie arbeitete lange an ihrem Text, änderte viele Sätze und las ihn sogar ihrer Freundin Emma vor. Emma sagte: „Der Text ist wirklich schön. Du hast bestimmt eine gute Chance.“

Am Freitag sollte das Ergebnis bekannt gegeben werden. Lena war den ganzen Morgen nervös. In der großen Pause öffnete Frau Neumann die Liste mit den Gewinnern. Der erste Platz ging an einen Schüler aus der 9. Klasse. Der zweite Platz ging an Lenas Freundin Emma. Lena bekam keinen Preis.

Zuerst klatschte Lena mit den anderen. Sie wollte fair sein. Aber innerlich war sie sehr enttäuscht. Sie dachte: „Ich habe mir so viel Mühe gegeben. Warum hat es nicht gereicht?“ Als Emma zu ihr kam und sich freute, konnte Lena nur kurz lächeln. Dann ging sie schnell auf die Toilette, weil sie nicht vor allen traurig aussehen wollte. Nach dem Unterricht schrieb Emma ihr eine Nachricht: „Ist alles okay? Ich habe gemerkt, dass du still warst.“ Lena antwortete zuerst nicht. Sie war traurig und auch ein bisschen wütend. Später schrieb sie ehrlich: „Ich freue mich für dich, aber ich bin auch enttäuscht. Ich wollte so gern gewinnen.“

Emma verstand das. Sie schrieb: „Das kann ich verstehen. Du darfst enttäuscht sein. Dein Text war trotzdem gut.“ Am Abend sprach Lena auch mit ihrer Großmutter. Die Großmutter sagte: „Manchmal bekommt man nicht das Ergebnis, das man möchte. Aber das bedeutet nicht, dass die Arbeit umsonst war.“

Am nächsten Tag las Lena ihren Text noch einmal. Sie fand ihn immer noch schön. Dann merkte sie, dass sie durch den Wettbewerb viel gelernt hatte: genauer schreiben, Sätze verbessern und Geduld haben. Sie entschied, den Text in der Schülerzeitung zu veröffentlichen.

Lena war immer noch ein bisschen traurig, aber nicht mehr so wütend. Sie verstand: Enttäuschung gehört zum Leben. Man darf traurig sein. Wichtig ist, fair zu bleiben, mit jemandem zu sprechen und irgendwann wieder weiterzumachen.

www.germannika.com/wp-content/uploads/2026/06/Germannika-A2.2-GEFUHLE-UND-ENTSCHEIDUNGEN-Mit-Enttauschung-umgehen-Lesetext.pdf

Info

Veröffentlicht am16. Juli 2026

In den Neuigkeiten vonTageslosung

Alle Neuigkeiten

Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

Kommen Sie in Kontakt

Pfarrpersonen,
Beratung, Ämter …

Begleitung in allen Lebensphasen

Taufe, Hochzeit,
Bestattung …

Impressum Datenschutzerklärung © 2026 Evangelischer Gemeindeverband Neuss