Denn wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt. Er ist der Retter aller Menschen, und besonders derer, die zum Glauben gekommen sind.
1. Timotheus 4,10
Es geht in diesem Abschnitt des Briefes von Paulus an Timotheus darum, dass manche Christinnen und Christen vom rechten Glauben abfallen, weil sie auf die lauten Schreihälse anderer Lügner hören. Diese würden bestimmte Speisen verbieten oder die Hochzeit verbieten oder bestimmte Entbehrungen anpreisen.
Schreihälse gibt es auch heute noch. Zu Beispiel einen amerikanischen Präsidenten, der sich schamlos Milliarden in die eigene Tasche steckt und jeden Tag wieder neu so laut schreit, dass man seine anderen Verbrechen fast vergisst. Oder in unserem Land die AFD, die laut schreit von Remigration (= Ausweisung, Deportierung) von Millionen Menschen aus unserem Land. Damit will sie übertünchen, dass sie selbst keinen eigenen geeigneten Vorschlag hat wie unser Land vorankommt. Und trotzdem folgen den Schreihälsen Millionen von Menschen. Das ist heute genauso wie damals zur Zeit von Paulus und Timotheus.
Wenn wir bei unserem Glauben bleiben, so finden wir dort eine Richtschnur für unser Leben. So sagt Pauus im gleichen Kapitel: „Alles, was von Gott kommt ist gut.“ Warum also sollte man Askese, Entbehrungen und Beziehungsverboten folgen, wenn sie doch von Gott kommen? Und wir teilen nicht das Menschenbild der AFD, die die Menschen in wertvoll und nicht wertvoll einteilen. Jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes und verdient den gleichen Respekt und Achtung wie jeder andere auch.
Paulus sagt: Wir halten uns an den Retter. Und genauso sollten wir es halten, uns an Gott halten, an die Botschaft von der Liebe Gottes.
Guter Vater!
Danke für deine Worte, die uns im Leben helfen. Amen.
Die Lampe im Sturm
Ein Fischer namens Paul lebte in einem kleinen Küstendorf. Eines Abends zog ein schwerer Sturm auf. Die Wellen wurden höher und höher, und viele Boote schafften es kaum zurück in den Hafen.
Paul stellte eine große Lampe auf die Mole. Der Wind peitschte gegen ihn, und der Regen durchnässte seine Kleidung. Ein Nachbar rief: „Warum mühst du dich so ab? Du könntest längst zu Hause im Trockenen sein!“
Paul antwortete: „Solange die Lampe brennt, finden die Fischer den Weg nach Hause.“
Die ganze Nacht kämpfte er gegen den Sturm und hielt das Licht am Brennen. Am Morgen waren alle Boote sicher zurückgekehrt.
Da fragte ihn ein junger Fischer: „Woher hattest du die Kraft, die ganze Nacht durchzuhalten?“
Paul lächelte und sagte: „Ich habe gehofft, dass die Männer gerettet werden. Wer Hoffnung hat, gibt nicht so schnell auf.“