Erkennt doch: Ich, nur ich bin Herr, ich ganz allein bin Gott, sonst keiner! Ich schlage Wunden und ich heile sie, ich töte und ich wecke wieder auf. Aus meiner Hand kann niemand retten.
5. Mose 32,39
Als dies gesprochen wurde, da hatte Gott jede Menge Konkurrenz. Jedes Land, jeder Stamm, jedes Dorf hatte seine eigenen Götter, die angebetet wurden. Permanent waren die Götter miteinander im Wettstreit. So war es auch in der römischen und griechischen Götterwelt. Da hatten die Götter alle eine feste Aufgabe, aber doch waren sie auch in Mächtigkeit und Klassen sortiert. So ein Gott hatte es damals wirklich anstrengend.
Wie haben sich diese Welt und ihre Götter verändert. Der alte Wettstreit der Götter hat sich deutlich beruhigt. Vielmehr sind sie in einen Dialog oder besser gesagt Trialog eingetreten. Judentum, Christentum und Islam entdecken immer mehr ihre gemeinsamen Wurzeln. Sie sind beileibe nicht identisch, aber doch stark miteinander verwandt.
Und doch steht Gott heute immer noch im Wettstreit mit anderen Mächten. Da ist zum einen die große und starke Macht, der Menschen, die meinen, alles aus eigener Kraft zu schaffen und keinen Gott mehr zu brauchen. Es ist ein weit verbreitetes Denken, da ja auch in weiten Teilen des Lebens gut denkbar ist. Aber zum einen entscheide ich mich damit gegen eine helfende Kraft Gottes im Alltag. Und zum anderen gibt es immer wieder Situationen, in denen unsere Kraft beileibe nicht ausreicht und wir auf Kraft von außen angewiesen sind.
Der andere große Wettstreit Gottes besteht im Kampf gegen de Bedeutungslosigkeit. Manchmal hat man den Eindruck, den Menschen reicht es, wenn sie genug Geld haben und es ihnen gut geht. Mehr brauchen sie nicht – oder doch? Ich fände ein so beschränktes Leben ein sehr armes Leben.
Guter Vater!
Ich möchte mit dir an meiner Seite leben. Amen.
Auf Gottes Zusagen vertrauen (Astrid v.Knebel Doeberitz)
Bin ich in Nöten
und die Angst kommt dazu,
könnte das den Glauben töten
in einem Nu?
Wie soll alles weitergehen?
Was wird mit meinem Leben geschehen?
Ist der Mensch ganz auf sich gestellt
in dieser oft so rücksichtslosen Welt?
„Warum lässt Gott das zu?“ fragt er
oder aber meint, Gott gäbe es nicht mehr.
Kurzsichtig ist beides gedacht,
denn Gott nie einen Fehler macht.
Wir können Gott nicht erfassen mit unserem Verstand,
hält er doch das ganze Weltall in seiner Hand.
Nichts ist ihm zu groß und nichts zu klein.
Weißt du’s noch nicht: Er will dein Helfer sein,
holt raus aus der Ich-Bezogenheit,
vom Dunkeln in die Helligkeit.
Jesus Christus sagt:
„Ich habe dafür gebetet, dass euer Glaube nicht aufhört“;
warum also bin ich manchmal so verstört?!
Nicht auf mich will ich weiterhin schauen,
sondern in allem auf seine Zusagen bauen.
Gottes Hilfe ist da,
ich sag zu seinen Wegen ja!
Denn: Glauben heißt Vertrauen und ist mehr als Theorie.
doch wer nicht will, erkennt das leider nie.
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