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Tageslosung 16.9.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Räuber und Diebe, doch die Schafe haben nicht auf sie gehört. 9 Ich bin die Tür für die Schafe. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet. Er wird ein- und ausgehen und Weideland finden. 10 Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehlen, zu schlachten und ins Verderben zu stürzen. Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.«
Johannes 10,9

Eigentlich ist nur der Vers 9a der Lehrtext, ich finde aber die anderen gehören dazu. Jesus stellt sich selber als der Hirte der Menschen vor. Ein wunderbares Bild, das auch im Psalm 23, im Alten Testament, verwendet wird.

Eines wird mir durch die Sätze aus dem Johannesevangelium klar: Ich kann erkennen, wer es gut mit mir meint und wer nur so tut. Jesu Handeln ist selbstlos. Er verkündet die Liebe seines Vaters zu den Menschen, ohne selber etwas zu wollen. Ganz im Gegenteil: Anstatt etwas zu wollen, gibt er etwas, nämlich sein Leben. Das Wertvollste, was man geben kann. Die Evangelien sind voll davon, dass Jesus sich selbst nicht in den Mittelpunkt gestellt hat. Denen, die er heilt, sagt er oft, sie sollen es für sich behalten.

Dabei hätte es Jesus ganz einfach haben können, der berühmteste Mann seiner Zeit zu sein. Aber selbst als der Teufel ihn bei der Versuchung die Weltmacht verspricht, lehnt Jesus entschieden ab. Es geht nicht um ihn, sondern um die Botschaft seines Vaters.

Und so können wir auch für unser Leben lernen. Will mein Gegenüber etwas für sich erreichen oder handelt er oder sie selbstlos. Und wir handele ich eigentlich selber? Kann ich auch von mir selbst wegsehen, mich nicht im Mittelpunkt meines Handelns sehen? Kann ich selber auch selbstlos handeln mit Blick auf die anderen?

Guter Vater!

Gib mir die Kraft, von mir selbst wegzuschauen. Amen.

 

Mädchen lehrt Nächstenliebe

Ein kleines Mädchen sieht einen obdachlosen Mann weinend auf dem dreckigen Boden sitzen. Anders als die übrigen Passanten, geht die Sechsjährige nicht an ihm vorbei, sondern interessiert sich für sein Schicksal. Als ihr ihre Mutter keine befriedigende Antwort geben kann, was mit dem Mann los sei, beschließt sie kurzerhand ihn einfach selbst zu fragen.

Der Mann erzählt dem Kind, dass er kein Zuhause mehr habe. Ohne zu zögern überreicht das Mädchen dem Obdachlosen daraufhin ihr Taschengeld mit den Worten „Bitte, geh essen.“ Gemeinsam mit seiner Mutter unterhält es sich weiter mit dem Mann. Dabei erfahren die beiden, dass sein Wohnwagen ausgebrannt ist und er bei dem Feuer auch seine Ehefrau verloren hat.

Das selbstlose Verhalten der Sechsjährigen überträgt sich schnell weiter: Motiviert durch das kleine Mädchen spenden zwei weitere Passanten dem Mann Geld.

www.rpr1.de/magazin/leben-alltag/mdchen-lehrt-nchstenliebe?

Info

Veröffentlicht am15. September 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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