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Tageslosung 16.7.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. Darum fürchten wir uns nicht.
Psalm 46, 2+3

Die Verse der Tageslosung gehen weiter mit den Worten: „…wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken.“ Also die Vorstellung vom Ende der Welt, von einer Apokalypse, die die Menschen auslöschen würde. Selbst dann wären die Menschen voller Zuversicht und Stärke, weil sie Gott an ihrer Seite wissen.

Nun, ich werde gerade etwas kleinlaut. In unserem Land wird viel Angst verbreitet: „Der Islam wird uns besiegen!“ „Die Flüchtlinge schänden unsere Frauen.“ „Mit der deutschen Wirtschaft geht es endgültig begab.“ „Es wird alles viel teurer, wer soll das denn bezahlen?“

Manchmal ist es gut, wenn man mal über den Tellerrand hinausblickt. Wie ist es in den USA oder in Großbritannien, wenn man sich als alter Mensch operieren lassen will? Wie ist es als Rentner wie in Namibia von 70 € im Monat zu leben? Dann ist es nämlich normal, von einer Portion Maisbrei am Tag zu leben, die ich in eine Maggi Sauce tauche. Wir verstehen oft nicht, wie extrem gut es uns in Deutschland geht. Wenn ich alleine die Wahnsinnsanzahl an Wohnmobilen auf unseren Straßen sehe, meist ab 40.000 € aufwärts oder die vielen E-Bikes, meist ab 3.000 € aufwärts.

Große Nöte betreffen uns meist „nur“ im privaten Kontext. Wenn die Seele einfach nicht mehr mitmacht. Wenn eine Krankheit das Leben verändert oder bedroht. Wenn eine Trennung das Herz und die Familie zerreißt. Dann geraten wir in andere große Nöte, in denen dann unsere eigene kleine Welt zerbricht. Dann tut es gut, sich an den Psalm 46 zu erinnern. Hab keine Angst, Gottes Stärke trägt auch dich.

Guter Vater!

Gib mir die Kraft, mich an deine Kraft zu erinnern, wenn es mir schlecht geht. Amen.

 

Der fromme Israelit

Einst lebte ein frommer Mann unter den Söhnen Israels, der seine Familie mit dem Verkauf gesponnener Baumwolle ernährte. Als ihn eines Tages ein in Not geratener Freund um Geld bat, schenkte er ihm sein Tageseinkommen und kehrte zu seiner Familie ohne rohe Baumwolle und Lebensmittel zurück.

Seine Familie fragte, was sie jetzt tun sollten. Da nahm er einen alten Wasserkrug und eine alte Münze, die er noch im Haus hatte, und ging auf den Markt, doch niemand wollte sie kaufen. Schließlich kam ein Mann mit einem übelriechenden Fisch vorbei, und sie tauschten ihre Güter. Zuhause zerlegte die Frau den Fisch und fand in ihm eine unbeschädigte Perle vor.

Am nächsten Tag ging der Israelit zu einem sachverständigen Freund und erklärte ihm, Gott habe die Perle ihm beschert. Sein Freund schickte ihn zu einem reicheren Mann, der ihm 70.000 Drachmen für sie bot. Der Israelit ging auf das Angebot ein und ging mit dem Geld nach Hause, wo er vor seiner Tür einen Bettler vorfand, der ihn um ein Almosen bat.

Der Israelit antwortete: »Gestern war ich ebenso arm, als du, nimm daher die Hälfte dieses Geldes.« Nachdem nun der Israelit das Geld in zwei Teile geteilt hatte und dem Bettler die eine Hälfte übergeben wollte, sagte dieser: »Behalte dein Geld, Gott segne dich! Ich bin ein Abgesandter deines Herrn, hierher beschieden, um dich zu versuchen.« Der Israelit sagte: »Gott sei gelobt und gepriesen«, und lebte dann mit seiner Familie im größten Wohlstand bis zu seinem Tod.

www.wikipedia.org/wiki/Der_fromme_Israelit

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Veröffentlicht am15. Juli 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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