Aber der HERR sprach: Meinst du, dass du mit Recht zürnst?
Jona 4,4
Jona soll zur verruchten Stadt Ninive aufbrechen und von den Menschen dort Umkehr von ihrem schlechten Lebenswandel fordern. Er fürchtet Schlimmes und flieht deswegen vor dem Auftrag Gottes. Doch Gott unterbricht die Flucht und sorgt dafür, dass Jona seinen Auftrag ausführt. Und tatsächlich ändern sich die Menschen. Jona wird wegen der ausbleibenden Strafe Gottes sauer, frei nach dem Motto: „Hab ich mir gleich gedacht, dass dein weiches Herz, Gott, siegt. Da hätte ich mir den Weg auch sparen können.“
Sind wir nicht auch oft wie Jona? Sind wir nicht auch sauer, wütend oder enttäuscht, wenn unsere Lebenswege so ganz anders laufen als wir sie uns in den schönsten Farben ausgemalt haben? Das Studium wird nicht geschafft, die Ehe scheitert, der Kontakt zu den Kindern ist unregelmäßig, im Beruf irgendwann steckengeblieben und nicht vorangekommen. Vielleicht sogar krank geworden oder einen anderen Schicksalsschlag erlitten. Und dann zürnen wir mit Gott, hadern, beschweren uns, wenden uns ab.
Wer aber hat uns denn ein glückliches Leben versprochen? Wer hat gesagt, dass alles im Leben glatt laufen muss? Wer hat uns in unserem Leben Glück versprochen? Niemand, auch Gott nicht.
Gott hat nicht ein Leben auf der rosaroten Wolke 17 versprochen. Aber er hat gesagt: „Ich lasse dich nie im Stich! Ich begleite dich durch alles Schwere hindurch. Ich werde dir immer wieder neu Kraft geben, damit du kämpfen kannst!“ Genau das sagte und sagt Gott zu uns. Deswegen hören wir auf mit den angeblichen Ungerechtigkeiten zu lamentieren und zu meckern. Nehmen wir das Leben so wie es ist und sind wir dankbar über Gottes Versprechen, dass er uns nicht im Stich lässt.
Guter Vater!
Danke, dass du mich nie verlässt. Amen.
Einfach zum Nachdenken (Renée Thompson)
Ich bat um Stärke
und Gott gab mir Schwierigkeiten, die mich stärken.
Ich bat um Weisheit
und Gott gab mir Probleme zu lösen.
Ich bat um Wohlstand
und Gott gab mir Verstand und Muskeln, um zu arbeiten.
Ich bat um Mut,
und Gott gab mir Gefahren zu bestehen.
Ich bat um Liebe
und Gott gab mir bekümmerte Menschen, denen ich helfen kann.
Ich bat um Gunst und Gefallen
und Gott gab mir Gelegenheiten.
Ich erhielt nichts von dem,
worum ich bat,
und doch erhielt ich alles.
Gott segne Euch.
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