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Tageslosung 14.9.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Denn was Gott versprochen hat, ist für euch und eure Kinder bestimmt und für alle, die jetzt noch fern sind und die der Herr, unser Gott, hinzurufen wird.
Apostelgeschichte 2,39

Nach dem Tod Jesu herrschte unter den Jüngern Jesu Angst und Ratlosigkeit. Erst die Auferstehung Jesu ließ sie wieder Hoffnung auf die Zukunft schöpfen. Die Geschichte des Christentums beginnt wirklich in Jerusalem. Dort entstand die Urgemeinde. Sie wurde von den Jüngern Jesu und von Familienangehörigen Jesu geleitet. Kurze Zeit später stieß Paulus dazu, der dann im gesamten Mittelmeerraum Mission betrieb.

Die Apostelgeschichte erzählt, dass Petrus an Pfingsten eine Predigt gehalten habe. Diese muss so gut gewesen sein, dass sich anschließend 3000 Menschen taufen ließen. Wobei man mit biblischen Zahlen sehr vorsichtig sein muss. Spannend aber ist hier: Alle Menschen werden zum Glauben eingeladen – arm und reich, Juden und Nichtjuden, Menschen aus Israel und schließlich Menschen auf der ganzen Welt. Gott wird sie zu der Gemeinschaft rufen.

Gerade im Augenblick finde ich diese Worte tröstlich. Am Mittwoch letzter Woche war ich in der alten Gemeinde. Die schöne Versöhnungskirche „meine, unsere“ erste Kirche besteht nur noch aus einem Schutthaufen. Ein trauriges Bild. Die Arche in Meckenheim, wo ich groß geworden bin, wird geschlossen und ebenfalls das Gemeindezentrum, in dem wir jetzt arbeiten. Die Sache Gottes hat es im Moment wirklich schwer. Zur Anmeldung der Konfis waren heute zwei Familien von vierzehn gekommen.

Wenn Kirche nur von meinem, unserem Wirken abhängig wäre, dann aber gute Nacht. Zum Glück aber ruft Gott Menschen in seine Gemeinschaft. Die Menschen müssen Gott nur zuhören, dann werden sie seine Stimme vernehmen.

Guter Vater!

Bitte lade viele Menschen ein in unsere Gemeinschaft. Amen.

 

Der Stein, der nicht passen wollte

Ein Mann ging eines Tages über eine Baustelle. Dort wurde gerade eine große Kirche gebaut.

Überall lagen Steine herum. Große Steine, kleine Steine, runde Steine und eckige Steine. Arbeiter trugen sie hin und her und setzten sie in die Mauern ein.

Der Mann blieb stehen und beobachtete einen kleinen, unscheinbaren Stein.

„Du bist aber kein besonders schöner Stein“, sagte er.

Der Stein hätte am liebsten geantwortet: „Das weiß ich selbst.“

Denn tatsächlich hatte man schon mehrmals versucht, ihn einzubauen. Aber jedes Mal passte er nicht.

„Zu klein!“, sagte der eine Arbeiter.

„Zu unregelmäßig!“, meinte ein anderer.

Schließlich legte man ihn ganz an den Rand der Baustelle.

Der Stein dachte:

„Dann bin ich wohl zu nichts zu gebrauchen. Die anderen Steine werden Teil der Kirche. Ich dagegen liege hier nur herum.“

Am nächsten Morgen kam der Baumeister. Er ging langsam über die Baustelle und betrachtete die Mauer.

Plötzlich blieb er stehen.

Er schaute auf den kleinen Stein am Rand.

„Genau den brauche ich!“, sagte er.

Ein Arbeiter wunderte sich: „Diesen? Der passt doch nirgendwo richtig hinein.“

Der Baumeister nahm den Stein in die Hand, ging zu einer Ecke der Mauer und setzte ihn dort ein.

Und tatsächlich: Dort passte er genau.

Der kleine Stein konnte es kaum glauben.

„Warum gerade ich?“, fragte er.

Der Baumeister lächelte und sagte:

„Weil ich von Anfang an wusste, wo dein Platz ist. Du musstest nur warten, bis ich dich dorthin bringe.“

Vielleicht geht es uns manchmal genauso.

Wir schauen auf andere Menschen und denken:

„Der kann viel mehr als ich.“

„Der ist wichtiger als ich.“

„Was kann ich schon für die Kirche tun?“

Aber bei Gott ist es anders.

Gott baut seine Kirche.

Und er kennt für jeden Menschen einen Platz.

Info

Veröffentlicht am13. September 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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