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Tageslosung 14.10.2026

© Jens Bielinski-Gärtner
Wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, Verkrüppelte, Lahme und Blinde ein, dann wirst du selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten.
Lukas 14, 13+14

In meiner ersten Gemeinde gab es eine Frau, die eine ganz besondere Eigenart hatte. Sie suchte Menschen auf und half ihnen, deren Gesundheit sehr stark nachgelassen hatte und die keine Familie hatten. Einige Mal hintereinander wurde sie dann nach deren Tod als Erbin eingesetzt. Einige lästerten schon: „Wenn die … zu dir kommt, dann musst du aufpassen. Dann geht es bald zu Ende.“ Ob diese Dame ihr Handeln aus Berechnung heraus tat oder aus Barmherzigkeit, das sei dahin gestellt.

Der Evangelist Lukas beschreibt in seinem Kapitel die Demut als eine gute christliche Haltung. Die Demut lasse einen sich nicht selber in den Mittelpunkt stellen. Vielmehr sollen andere im Mittelpunkt des Denkens und des Handelns sein. Wenn man reiche Nachbarn einlädt, dann würden die sich revanchieren wollen. Bei der o.g. Gruppe sei dies nicht der Fall.

„Demut“ bezeichnet vom Wortstamm her einen „Geist des Dienens“. In der christlichen Verkündigung ist das Dienen eine Folge der Liebe Gottes. Menschen werden durch die Liebe Gottes angeregt, darauf mit dem Dienst an den Nächsten zu reagieren.

Doch damit steht Demut wirklich diametral unserem Zeitgeist entgegen. Denn heute ist es umso wichtiger, dass man sich gut präsentieren kann. Nur wer es schafft, sich ins positive Licht zu rücken, kommt weiter. Der- oder diejenige, die sich nicht in den Mittelpunkt stellen, bleiben eher außen vor.

Dabei hat Demut gar keinen Anteil, sich selbst klein zu machen. Wie sagte Jesus? „Wer unter euch groß sei möchte, der soll ein Diener sein.“

Guter Vater!

Bitte zeige mir, wo mein Dienst gebraucht wird. Amen.

 

Unvergleichlich

Vergleiche dich nie mit anderen Menschen. Es bedeutet sinnloses Leiden. Jeder Mensch ist unvergleichlich, einmalig und in jedem Menschen wohnt eine kostbare Besonderheit. Findet man einen Menschen, der mehr ist, wird man ihn beneiden und sich bemitleiden. Trifft man auf einen Menschen, der geringer ist, wird man ihn verachten und sich brüsten.

Und das sind die Hauptgifte, die unser Miteinander und auch unsere Herzen krank machen: Neid und Verachtung für andere, Mitleid und Eitelkeit mit uns selbst. Darum freue dich an anderen und an dir selbst.

Info

Veröffentlicht am13. Oktober 2026

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Autor:in

Presbyteriumseinführung 2024

Pfarrer Dirk Thamm

Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd

02131 470134

dirk.thamm@ekir.de

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