Den HERRN ernst nehmen ist der Anfang aller Erkenntnis.
Sprüche 1,7
Und der Spruch geht noch weiter: „Wer ihn missachtet, verachtet auch Weisheit und Lebensklugheit.“ Für den Schreiber dieser Sätze war klar: Wer einigermaßen intelligent und klug ist, der nimmt Gottes Dabeisein an. Wer allerdings unklug ist, der schlägt Gottes Dabeisein aus und versucht, sein Leben alleine zu regeln.
Man mag dagegen einwenden: „Wenn es mir gut geht, dann brauche ich Gott doch gar nicht. Ich brauche ihn doch erst, wenn ich in Not bin. Dann soll er mir helfen.“
Zweierlei Gedanken zu diesem Denken: Die Beziehung mit Gott ist in einer Hinsicht genauso wie unsere menschlichen Beziehungen. Ich kann nicht zu einem Freund sofort Vertrauen haben, mit dem ich viele Jahre lang nichts zu tun hatte. Vertrauen braucht Zeit zum Wachsen. Vertrauen muss eingeübt werden. Vertrauen braucht Vertrautheit.
Und zum anderen: Warum will ich mir denn das Leben umsonst schwieriger machen als es nötig ist. Warum sollte ich auf zusätzliche Kraft und Mut verzichten, die Gott mir schenken will. Das wäre doch einfach idiotisch. Dann wäre ich wie ein Bauer, der sein Feld mit dem Spaten umgräbt, obwohl ein Traktor bereit danebensteht. Ich höre schon Beteiligte sagen: „Ich will aber unabhängig bleiben!“ Doch in meiner Beziehung zu Gott bin ich immer wieder frei zu sagen: „Ich will diesen Weg gehen. Ich entscheide selber.“ Auch mit Gott an unserer Seite sind wir freie und unabhängige Menschen. Und ich bin sogar davon überzeugt, mit Gott mehr Freiheit zu haben. Denn eine größere Menge an Kraft und Mut gibt meinen Füßen einen viel größeren Freiheitsraum als ich ihn mir selbst geben könnte.
Guter Vater!
Sei in meinem Leben dabei. Amen.
Die Geschichte vom Professor und dem Fischer
Ein hochgebildeter Professor fuhr mit einem kleinen Boot über einen See. Er fragte den alten Fischer:
„Haben Sie Physik studiert?“
„Nein“, antwortete der Fischer.
„Dann haben Sie ein Viertel Ihres Lebens verloren.“
Wenig später fragte der Professor: „Haben Sie Mathematik studiert?“
„Nein.“
„Dann haben Sie die Hälfte Ihres Lebens verloren.“
Plötzlich zog ein schweres Gewitter auf. Das Boot begann zu sinken. Der Fischer fragte ruhig:
„Herr Professor, können Sie schwimmen?“
„Nein“, stammelte der Professor.
Der Fischer antwortete: „Dann verlieren Sie heute Ihr ganzes Leben.“