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Predigt über Apostelgeschichte 10, 21-35

© Jens Bielinski-Gärtner
Predigt am 3. Sonntag nach Epiphanias über Apg.10,21-35

(25.1.2026, Auferstehungskirche; Gott findet neue Wege zu den Menschen)

 

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen

 

Liebe Gemeinde!

Unser heutiger Predigttext ist Teil einer längeren Geschichte aus der Apostelgeschichte. Die Geschichte ist überschrieben mit dem Titel: Die Bekehrung des Hauptmann Kornelius. Direkt vor unserem Predigttext wird von einer Vision des Petrus erzählt.

 

Petrus sieht, wie sich der Himmel über ihm öffnet und wie ein großes Tuch hinabschwebt. Darin waren alle möglichen Tiere: Kriechtiere, Vögel, usw. Er hört eine Stimme, die zu ihm spricht: Schlachte diese Tiere und iss! Petrus aber lehnt dies entsetzt ab. Das kann ich nicht, denn diese Tiere gelten als unrein. Es ist verboten, solche Tiere zu essen. Daraufhin aber hört er wiederum die Stimme, die sagt: Was Gott für rein erklärt, das erkläre du nicht für unrein!

 

Mit dieser Vision, mit dem, was Petrus dort gehört und gesehen hat, kann er nichts anfangen. Er grübelt und denkt nach, aber kommt zu keinem Ergebnis. Langsam aber sicher beschleicht ihn Ratlosigkeit. War dies alles nur ein komischer Traum? Und genau in diesem Augenblick klopft es an der Tür und zwei Männer stehen dort und rufen: Wir wollen Petrus sprechen. Hier beginnt unser Predigttext.

 

„Da stieg Petrus hinab zu den Männern und sprach: Siehe, ich bin`s, den ihr sucht; warum seid ihr hier? Sie aber sprachen: Wir kommen vom Hauptmann Kornelius. Er führt ein vorbildliches Leben und hält sich zur jüdischen Gemeinde; die Juden reden nur das Beste über ihn. Ein Engel Gottes hat ihm aufgetragen, dich in sein Haus einzuladen und zu hören, was du zu sagen hast. Petrus bat die Männer ins Haus und sie blieben über Nacht. Am anderen Morgen machte er sich mit ihnen auf den Weg; einige Christen aus Joppe begleiteten ihn. Am Tag darauf kamen sie nach Cäsarea. Kornelius hatte seine Verwandten und engsten Freunde zusammengerufen und erwartete sie. Als Petrus durchs Hoftor trat, kam er ihm entgegen und warf sich vor ihm nieder. Doch Petrus zog ihn hoch und sagte: „Steh auf, ich bin auch nur ein Mensch!“ Er sprach noch weiter mit Kornelius und betrat dabei das Haus. Als er die vielen Leute sah, sagte er zu ihnen: “Ihr wisst, dass ein Jude nicht mit einem Nichtjuden verkehren und vollends nicht sein Haus betreten darf.

 

Plötzlich aber begreift Petrus die Vision von den reinen und unreinen Tieren, die er am Vortag gehabt hat. Er, Petrus, der ehemalige Jude darf und soll zu dem Heiden Kornelius gehen.

 

Damals war das ein Affront für die Juden. Dieser Besuch sprengte die engen Grenzen. Die Juden verstanden sich als Gottes eigenes Volk. Sie waren die auserwählten Kinder Gottes und damit mehr wert als andere Menschen. Deswegen gab es auch Regeln, wie man mit anderen umgehen sollte. Der Umgang mit den Nichtjuden war auf ein Minimum zu beschränken. Es war Juden nicht erlaubt, in ein nichtjüdisches Haus hineinzugehen. Über die korrekte Einhaltung der Vorschriften wachten die Pharisäer, denen es wichtig war, dass die Gebote eingehalten wurden zur Ehre Gottes.

 

Die Vorschriften und Gebote, die für die Juden galten, haben auch die Judenchristen eingehalten. Judenchristen, das waren die Menschen, die vom Judentum zum Glauben an Jesus Christus gekommen waren. Für sie war es selbstverständlich, dass die Gebote Gottes auch weiterhin galten. Deswegen gingen auch sie nicht zu Nichtjuden oder Ausländern.

 

Und obwohl Kornelius in die Synagoge ging und versuchte, nach den Geboten und den Regeln zu leben - und obwohl er ein sehr geachteter Mann war - galt dies auch für ihn. Kein Jude und auch kein Christ, der früher Jude war, hätten sein Haus betreten. Kornelius war Römer und blieb dies auch zeit seines Lebens.

 

In dieser Situation vor dem Haus des Kornelius begreift Petrus, was Gott ihm mit der Vision sagen wollte. Also spricht er zu den Menschen:

 

Aber mir hat Gott gezeigt, dass man keinen Menschen als unrein oder unberührbar betrachten soll. Deshalb habe ich eure Einladung ohne Bedenken angenommen. Und jetzt sagt mir, warum ihr mich gerufen habt!“

Kornelius antwortete: „Es war vor drei Tagen, ungefähr zur selben Zeit wie heute, um drei Uhr nachmittags. Ich betete hier im Haus, als plötzlich ein Engel vor mir stand und sagte: `Kornelius, Gott hat wohl bemerkt, wie treu du betest und wieviel Gutes du den Armen tust. Schicke darum Boten nach Joppe und lasse Simon mit dem Beinamen Petrus zu dir bitten! Er ist zu Gast beim Gerber Simon unten am Meer.“ Ich habe sofort zu dir geschickt und freue mich, dass du gekommen bist. Nun sind wir alle hier vor Gott versammelt und bereit zu hören, was der Herr dir aufgetragen hat.“ Petrus begann zu sprechen: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott keine Unterschiede macht! Er liebt alle Menschen, ganz gleich, zu welchem Volk sie gehören, wenn sie ihn nur ernst nehmen und nach seinem Willen leben.“

 

Mit diesem Erlebnis, das unser Text berichtet ändert sich die Geschichte der Welt. Nicht mehr nur Juden galt das Wort Gottes, nein, dieser Besuch eröffnete dem ganzen Erdkreis und damit allen Menschen den Zugang zum Evangelium. Die Erkenntnis, dass allen Menschen Gottes Liebe gilt - also auch uns in Neuss - sie ist damals deutlich geworden.

 

Die Geschichte erzählt, dass nur zählt, ob ein Mensch Gottes Wort hört und es mitnimmt in sein Leben. Es zählt aber nicht woher er kommt, was er hat, wie er aussieht, denn Gott sieht nicht die Person an, sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm. Gott kennt keine Günstlinge. Er bevorzugt nicht die, die streng die Gesetze befolgen, die einen eisernen Zaun um die Kirche, um die Gemeinde legen, sozusagen einen eisernen Ring, damit sich nichts mehr bewegen kann.

 

Diese Botschaft ist auch leider heute noch sehr aktuell, obwohl Menschen sie seit 2000 Jahren hören können. Auch heute noch werden Menschen verfolgt oder schlecht behandelt, weil andere sich für bessere und wertvollere Menschen halten. Auch bei uns in Deutschland blicken Menschen auf andere herab, die sie für nicht so wertvoll halten wie sich selbst. Es ist gut, dass wir wieder von neuem davon hören, dass Gott den Menschen ins Herz guckt und nicht nur vor die Stirn. Und wir können auch lernen, dass Gott neue Wege zu Menschen sucht, um sie für sich zu gewinnen. Die Geschichte von Kornelius und Petrus macht dies deutlich, dass Gott neue Wege mit den Menschen geht, dass er den Aufbruch begleitet und gutheißt.

 

Umdenken - anders handeln - gegen seine sonstigen, alltäglichen Gewohnheiten anzugehen ist schwer. Wer weiß das nicht. Eine Veränderung herbei führen in der Familie oder unter Freunden ist schon schwer. Denn das Gewohnte hat gute Argumente: 1.Das war schon immer so 2. Das hat man immer schon genauso so gemacht 3. Da weiß man was man hat 4. Da gibt es dann auch keine Schwierigkeiten 5. Das hat sich bewährt. Und es gibt sicher noch ein paar Argumente mehr, die für das gut Bewährte sprechen. Und das Bewährte und Erprobte ist nicht von vornherein negativ. Es beinhaltet viele gute Gedanken und Überlegungen, Argumente.

 

Und diese Argumente gelten natürlich auch in der Gemeinde - nicht das ich jetzt alles hier verändern will. Denn in der Tat ist ja gut, wenn sich etwas gut einspielt. Aber vielleicht kann es uns zum Nachdenken anregen, ob unsere Regeln und Ordnungen dem Willen Gottes entsprechen, ob sie für andere Menschen oder für uns ein Segen sind.

 

Petrus, der Fels der Gemeinde, bricht das Gesetz und sagt, dass es Gott gewollt ist. Das ist dann auch noch eine Spitze zusätzlich. Doch Petrus bricht das Gesetz nicht, um es aufzulösen in die Beliebigkeit. Die Aufforderung an uns heute ist auch nicht, so schnell wie möglich alles Alte zu modernisieren. Wohlmöglich noch dem Zeitgeist nachzulaufen.

 

Nein - Petrus folgt ja einem Gesetz. Er folgt dem Wort Gottes, in diesem Fall der Vision. Sein Hören auf diese Vision befähigt ihn zum Exodus aus den Grenzen der eigenen Gesetzlichkeit. Hin zu der Begegnung mit einem anderen Menschen.

 

Es sind zwei Menschen, die einander fremd sind, die sich hier begegnen, ohne jedes Vorurteil begegnen! Der Aufbruch der hier von Gott angestoßen wird, ist der Aufbruch zu unserem Nächsten!

 

Ist der Aufbruch zur Veränderung der Lebensverhältnisse unter uns, durch Gottes Wort und im Hören auf dieses Wort? Da gibt es also gar keine feststehenden Regeln, wie jetzt jede und jeder von uns heute sein Leben und Tun, in Familie, Gesellschaft und natürlich damit auch in der Kirche verändern soll. Außer dieser, dass wir nachfolgen sollen und nicht die Person ansehen sollen, also die Äußerlichkeiten. Sondern wir sollen Gott fürchten, wir sollen auf ihn hören, denn, wer recht tut, der ist geliebt von ihm.

 

Ich wünsche uns die Kraft dazu, dass wir dies einander vorleben können und den Glauben, der uns dazu befähigt. So sei mit uns der Friede Gottes der höher ist als alle Vernunft er bewahre unsere Herzen uns Sinne in Jesus Christus. Amen.

 

„Jesus würde wohl vor Gericht kommen“ (Frédéric Schwilden)

Welche Bedeutung hat Ostern, das höchste Fest der Christen, heute? Fünf Bundestagsabgeordnete, die sich selbst als religiös bezeichnen, schildern hier ihre persönlichen Perspektiven – aus evangelischer und katholischer, griechisch-orthodoxer und muslimischer Sicht.

 

 

„Bewusst geworden, dass ich keine Angst mehr haben musste“

Katrin Göring-Eckardt (Grüne), evangelisch

WELT AM SONNTAG: Wer ist Jesus Christus für Sie?

Katrin Göring-Eckardt: Der menschlichste Mensch, den man sich vorstellen kann und zugleich Gottes größter Tröster und Retter.

WELT AM SONNTAG: Wann sind Sie ihm zum ersten Mal begegnet?

Göring-Eckardt: Als Kind und Jugendliche in einer jungen Kirchengemeinde in der DDR. Da ist mir bewusst geworden, dass ich keine Angst mehr haben musste vor diesem System, weil es etwas Größeres, Wichtigeres gibt, worüber die Staatsoberen keine Verfügungsgewalt haben.

WELT AM SONNTAG: Ist die Erfahrung von Leid notwendig, um Schönheit zu erkennen?

Göring-Eckardt: Nein. Ich sehe das andersherum. Wenn man persönlich Leid oder Krankheit erfährt, kann Glaube Trost sein. Ich habe als Jugendliche meine Mutter verloren, und viele haben mich gefragt, wie ich denn weiter an Gott glauben könnte. Aber gerade deswegen konnte ich ja glauben, weil ich doch nicht ganz allein war und mich mein Glaube getröstet hat.

 

„Nicht hoffnungsfroh, inwieweit sich Rom bewegen wird“

Wolfgang Stefinger (CSU), katholisch

WELT AM SONNTAG: Wie feiern Sie dieses Jahr Ostern?

Wolfgang Stefinger: Es beginnt mit dem Karfreitag, der auch für mich ein stiller Feiertag ist. Das heißt: Innehalten. An Ostern in die Ostermesse gehen und mit der gesamten Großfamilie frühstücken. Und ich denke viel an die Auferstehung Christi. Gerade in Jahren, in denen ich in der Familie Abschied von geliebten Menschen nehmen musste.

WELT AM SONNTAG: Sollten Kinos am Karfreitag den Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“ zeigen dürfen?

Stefinger: Ich würde nicht in die Filmauswahl eingreifen. Aber dass Diskotheken geschlossen sind und die im Radio keine Ballermann-Hits rauf und runter spielen, dafür habe ich schon Verständnis. Das tut unserer Gesellschaft doch auch mal gut, nicht ständig unter Strom zu stehen.

WELT AM SONNTAG: Wie fänden Sie es, wenn die Kirche Sie und Ihren Partner auch trauen würde?

Stefinger: Ich weiß von vielen katholischen Priestern, dass sie da sehr offen sind. Aber ich bin nicht wirklich hoffnungsfroh, inwieweit Rom sich bewegen wird. Die evangelische Kirche ist da ja schon weiter.

WELT AM SONNTAG: Was fällt Ihnen am Christsein am schwersten?

Stefinger: Politische Debatten und die notwendigen Entscheidungen. Jetzt, wo es um Waffen für die Ukraine geht, zum Beispiel. Ich verstehe die Notwendigkeit. Aber es sind nun mal Waffen.

Aber ich weiß auch, dass ein Frieden durch Verhandlungen nur möglich ist, wenn zwei Parteien miteinander sprechen wollen. Und deswegen unterstütze ich auch aus christlicher Perspektive, dass wir Waffen in die Ukraine liefern, damit sich die Menschen gegen diesen grausamen Überfall wehren können.

 

 

„Das ist mir zu viel Splatter“

Michael Roth (SPD), evangelisch

WELT AM SONNTAG: Was sagen Sie als Befürworter des Rechtsstaats zur Subversität von Jesus Christus?

Michael Roth: Auch im Rechtsstaat muss es subversive Elemente geben, die Regeln und Traditionen infrage stellen. Sie spornen uns an, dass wir uns entweder dieser Regeln versichern oder sie weiterentwickeln.

WELT AM SONNTAG: Wenn Jesus heutzutage Regeln des Rechtsstaats brechen würde, wie würden Sie damit umgehen?

Roth: So wie mit jeder und jedem anderen auch. Es dürfte eine Anzeige geben, Jesus würde wohl vor Gericht kommen. Anklage und Staatsanwaltschaft bringen ihre Argumente vor, Jesus seine. Am Ende fällen unabhängige Richterinnen und Richter ein Urteil. Im schlimmsten Falle droht ihm eine Gefängnisstrafe.

WELT AM SONNTAG: Symbol des christlichen Glaubens ist ein ausgemergelter Mann, der blutend an einem Kreuz stirbt. Wie wirkt dieses Bild auf Sie?

Roth: Ich komme aus einer stark protestantisch geprägten Gegend, aber südlich meines Wahlkreises liegt der Landkreis Fulda. Da wird es dann katholisch, und am Wegrand stehen überall Kreuze mit dem gefolterten Jesus. Das ist mir zu viel Grausamkeit und Splatter.

Ich bevorzuge das simple Kreuz. Für mich ist das Entscheidende ja die Erlösung, also die Tatsache, dass Jesus Christus die Qualen des Kreuzes überwunden hat und auferstanden ist.

 

 

„Rote Ostereier sind bei uns ganz wichtig“

Takis Mehmet Ali (SPD), griechisch-orthodox

WELT AM SONNTAG: Wann feiern Sie Ostern?

Takis Mehmet Ali: Bei uns ist alles zeitversetzt, weil wir mit einem unterschiedlichen Kalender arbeiten. Wir beten nach dem Alten Testament. Aus diesem Grund hatte ich auch als Kind immer eine Woche später zum griechisch-orthodoxen Karfreitag und Ostermontag frei.

Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal seit langer Zeit nicht bei meinen Eltern in Nordrhein-Westfalen zu Ostern, weil unsere Sitzungswoche direkt nach Ostern losgeht. Deswegen habe ich mich schon in Berlin bei Bischof Emmanuel von Christoupolis gemeldet, und wenn alles klappt, kann ich dort beim Gottesdienst dabei sein und vor allen Dingen auch etwas mithelfen.

WELT AM SONNTAG: Wie feiern Sie?

Ali: Das ist ein riesengroßes Ritual. An Karfreitag fangen wir früh morgens mit dem Beten an, das geht wirklich mehrere Stunden. Es geht um Buße. Ich höre an dem Tag keine Musik. Meine Eltern schalten an diesem Tag auch keinen Fernseher an. In vielen Dörfern Griechenlands fährt an diesem Tag auch kein Mensch Auto. Der Tag ist für die Besinnung.

Und rote Ostereier sind bei uns ganz wichtig. Natürlich nicht wegen der SPD, sondern weil sie das Blut Christi symbolisieren. Und es gibt Tsoureki, ein süßes Brot, das es nur zu Ostern gibt. Und ich esse es am liebsten mit etwas Nutella.

WELT AM SONNTAG: Was sehen Sie im Leid Christi?

Ali: Die Bereitschaft, sich für andere zu opfern, für Gerechtigkeit einzutreten, sein eigenes Leben für einen größeren Zweck zu geben. Daran denke ich auch viel im Zusammenhang mit den ukrainischen Soldatinnen und Soldaten gerade.

 

 

 

„Jesus konnte sehr viele Dinge besser als Mohammed“

Lamya Kaddor (Grüne), muslimisch

WELT AM SONNTAG: Wer ist Jesus Christus für Sie?

Lamya Kaddor: Einer der wichtigsten Propheten des Islam. Er konnte sehr viele Dinge sogar besser, als Mohammed sie konnte. Er konnte Kranke heilen und Tote zum Leben erwecken.

Und was ich besonders finde, der Koran ist in der Zeit patriarchalischer Gesellschaften entstanden, und Jesus wird im Koran „Sohn Marias“ genannt, er wird nicht über die väterliche Linie definiert.

WELT AM SONNTAG: Mit Ostern endet bei Christen die Fastenzeit. Und auch Muslime fasten gerade während des Ramadans. Was haben beide Religionen zudem gemeinsam?

Kaddor: Diese Grundüberzeugung, zu einer festgelegten Zeit im Jahr Verzicht zu üben, das eigene Ego zurückzunehmen. Es geht ja nicht um den Verzicht auf Nahrung, sondern um etwas Größeres.

Und ehrlich gesagt, ich finde den Ramadan deutlich angenehmer. Klar, wir können tagsüber nicht essen, aber abends schon. Das finde ich einfacher, als wenn man als Christ fünf Wochen lang komplett auf etwas verzichtet.

WELT AM SONNTAG: Was bedeutet der Tod Jesu für Sie?

Kaddor: Nach islamischen Vorstellungen ist er nicht gestorben. Gott spricht im Koran und erklärt, dass nur jemand gekreuzigt wurde, der Jesus ähnelt. Nach meiner Überzeugung lebt Jesus bei Gott, und er wird am Ende der Welt in Damaskus auftauchen, um das Reich Gottes zu errichten. Deswegen funktioniert Ostern im Islam nicht, weil Tod und Auferstehung Christi nicht vorkommen.

www.welt.de/politik/deutschland/article244698046/Politik-und-Christentum-Jesus-wuerde-wohl-vor-Gericht-kommen.html

 

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Veröffentlicht am24. Januar 2026

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Pfarrer Dirk Thamm

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